Politik

Suche nach neuer Linken-Spitze Kommt Wissler für Kipping?

Die Landtagsabgeordnete Janine Wissler (Linke). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

Janine Wissler

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Bei der Linken steht wohl ein Führungswechsel ins Haus. Die Hessin Wissler erwägt eine Kandidatur. Auch um einen neuen Co-Vorsitzenden wird sich intensiv bemüht. Laut Parteisatzung sollten die derzeitigen Chefs Kipping und Riexinger nicht mehr antreten. Sie haben sich noch nicht geäußert.

Die Vorsitzende der Linken-Fraktion im hessischen Landtag, Janine Wissler, schließt eine Kandidatur für den Vorsitz der Bundespartei nicht aus. "Wir haben zwei amtierende Parteivorsitzende", sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Bernd Riexinger und Katja Kipping "müssen erst mal sagen, was sie wollen", so Wissler: "Und dann muss ich mir das überlegen."

Der Bundesparteitag mit den Vorstandswahlen ist für den 12. bis 14. Juni in Erfurt geplant. Die Satzung enthält eine Bestimmung, wonach Parteivorsitzende nach achtjähriger Amtszeit nicht mehr antreten sollten. Bei Kipping und Riexinger sind diese acht Jahre im Juni vorüber. Sie wollten sich im März erklären, wie das RND weiter berichtete.

Die 38-jährige Wissler ist seit 2008 Abgeordnete im hessischen Landtag. Außerdem ist sie seit 2014 eine der stellvertretenden Bundesvorsitzenden.

Bartsch bemüht sich um Korte

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Jan Korte

(Foto: picture alliance/dpa)

Unterdessen versuchen nach RND-Informationen die Reformer um Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch, den Parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, Jan Korte, zu einer Kandidatur zu bewegen. Bislang wolle der 42-jährige gebürtige Niedersachse, der politisch seit Langem in Sachsen-Anhalt zu Hause ist, nicht antreten, berichteten die Zeitungen weiter.

In Kortes Umfeld werde jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich dies noch ändern könnte. Das hätte wohl zur Folge, dass er seinen Job als Fraktionsgeschäftsführer aufgeben müsste. Korte äußerte sich auf Anfrage der Zeitung nicht.

Quelle: ntv.de, wne/AFP