Politik

"Zusagen sind noch zu wenig" Kosten für G7-Gipfel: Bayern ringt noch mit Bund

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Das dreitägige Treffen der G7 auf Schloss Elmau wird mit Kosten in Höhe von 180 Millionen Euro veranschlagt.

(Foto: dpa)

Wenn sieben Staats- und Regierungschefs, Vertreter der EU und deren Mitarbeiter über drei Tage an einem hochgesicherten Ort zusammenkommen, ist das nicht billig: Der G7-Gipfel im Schloss Elmau soll einen dreistelligen Millionenbetrag kosten. Wer für wie viel aufkommt, ist noch nicht geklärt.

Nach dem G7-Gipfel auf Schloss Elmau streitet Bayern mit dem Bund nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder noch über die Rechnung für die Veranstaltung. "Wir ringen mit dem Bund noch um die endgültige Finanzierung. Die bisherigen Zusagen sind noch zu wenig", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen".

Der Freistaat habe sich nicht um die Ausrichtung beworben, sondern eine Bitte des Bundes erfüllt. Als Gastgeber sei Bundeskanzler Olaf Scholz bereit, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen, sagte Söder. "Beim Bundesfinanzminister ist das bisher nicht so ausgeprägt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das im Nachgang noch regeln können, sonst bliebe ein bitterer Nachgeschmack." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hatte gefordert, dass der Bund die Kosten des G7-Gipfels trägt. Sie waren im Vorfeld mit 180 Millionen Euro beziffert worden.

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Nach Abschluss des Gipfels am Dienstag hatte Söder angekündigt, dass Bayern vorerst keine internationalen Gipfel mehr im Land haben wolle. "Auf absehbare Zeit haben wir unsere Pflicht getan mit so großen Gipfeln, jetzt dürfen mal andere zeigen, ob sie das genauso gut können." Grundsätzlich zeigte sich der CSU-Chef aber zufrieden mit dem Verlauf des hochrangigen Treffens aus Sicht des Gastgeberbundeslands. "Das G7-Fazit für Bayern ist sehr, sehr positiv." So sei das Sicherheitskonzept überzeugend gewesen.

Nach einer Diskussion vor allem in sozialen Netzwerken über bayerische Folklore am Rande der Gipfelgespräche sagte Söder, alle Staatsgäste hätten "diese besondere Kultur" sehr genossen. Trachtler oder Blasmusiker seien "hervorragende Repräsentanten für unser Land" gewesen. Der Ministerpräsident riet anderen Bundesländern, als Gastgeber bei künftigen Gipfeln entsprechend eigene Akzente zu setzen. Je nach Region könnten sie bei den Empfängen etwa einen Shantychor oder einen Bergmannschor auftreten lassen.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/AFP

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