Politik

Reine Vorsicht nach Sinai-Absturz Kreml streicht monatelang Flüge

Der Airbus A321 der russischen Fluggesellschaft Metrojet stürzt am 31. Oktober nach dem Start in Scharm el Scheich ab. Alle 224 Insassen sterben. Moskau ordnet am Freitag die Aussetzung aller Flüge nach Ägypten an. Sie wird wohl lange anhalten.

Der Flugverkehr zwischen Russland und Ägypten wird nach dem Airbus-Absturz über dem Sinai für mehrere Monate gestoppt. "Ich kann noch nicht sagen, wie lange, aber ich denke mindestens für mehrere Monate", sagte Kreml-Verwaltungschef Sergej Iwanow der Nachrichtenagentur Interfax. Der Grund für den Absturz der Passagiermaschine stehe noch nicht fest. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme.

Der Airbus A321 der russischen Fluggesellschaft Metrojet war am 31. Oktober nach dem Start in Scharm el Scheich abgestürzt. Keiner der 224 Insassen überlebte.

Iwanow forderte höhere Sicherheitsstandards nicht nur in Scharm el Scheich, sondern auch im Urlaubsort Hurghada und in der ägyptischen Hauptstadt Kairo. Die drei Städte wurden bislang von russischen Fluglinien angesteuert. Doch am Freitag ordnete Präsident Wladimir Putin auf Empfehlung des Inlandsgeheimdienstes FSB die Aussetzung aller Flüge von Russland nach Ägypten an. Die in Ägypten gestrandeten russischen Touristen werden nach und nach mit Sonderflügen nach Hause gebracht.

Die russische Regierung schließt einen Anschlag auf das Flugzeug inzwischen nicht mehr aus. "Die Möglichkeit eines Terroraktes besteht selbstverständlich", sagte Ministerpräsident Dmitri Medwedew. Großbritannien und die USA sowie internationale Ermittler hatten bereits früher den Verdacht geäußert, dass eine Bombe an  Bord der Maschine den Ferienflieger zum Absturz brachte. 

Quelle: ntv.de, bad/AFP

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