Trump will Inselstaat übernehmenKubanische Führung: US-Drohungen erreichen "gefährliches Niveau"

Donald Trump zündelt immer wieder in Richtung Kuba und verschärft die Sanktionen. Der kubanische Staatschef reagiert kämpferisch. Die Weltgemeinschaft müsse sich gegen den "Aggressor" wehren.
Die kubanische Führung hat die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen ihr Land scharf verurteilt. Trumps erneute Androhung militärischer Gewalt habe ein "gefährliches und beispielloses Niveau" erreicht, schrieb der kubanische Staatschef Miguel Díaz-Canel bei X. Er rief die internationale Gemeinschaft auf, Stellung dazu zu beziehen, ob ein solch "drastischer krimineller Akt zugelassen wird".
Bei Trumps Drohungen gehe es darum, "die Interessen einer kleinen, aber wohlhabenden und einflussreichen Gruppe zu befriedigen, die nach Rache und Vorherrschaft giert", schrieb Díaz-Canel in Bezugnahme auf Exil-Kubaner in Florida. "Kein Aggressor, so mächtig er auch sein mag, wird in Kuba Kapitulation vorfinden", betonte er.
Trump hatte bei einer Rede in Florida am Freitag gesagt, die USA würden Kuba "fast sofort übernehmen". Trumps Äußerungen in dem US-Bundesstaat, in dem die größte kubanische Gemeinde außerhalb der Karibikinsel lebt, erfolgten nur wenige Stunden, nachdem er eine Verschärfung der Sanktionen gegen die Regierung in Havanna angeordnet hatte.
Der US-Präsident hat wiederholt gedroht, Kuba zu übernehmen. Die Insel liegt nur rund 145 Kilometer von Florida entfernt. Seit der kommunistischen Revolution unter Führung von Fidel Castro im Jahr 1959 unterliegt Kuba fast durchgängig einem US-Handelsembargo. Zuletzt fanden Gespräche zwischen beiden Seiten statt.