Politik

Wut nach Abgesang auf FDPKubicki schmäht den Kanzler als "Eierarsch"

23.04.2026, 09:41 Uhr
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Wolfgang Kubicki will die vor sich hin dümpelnde FDP wieder nach vorn bringen und bedient sich dafür auch gerne drastischer Ausdrücke. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Die FDP ist in Umfragen kaum mehr messbar, Kanzler Merz erklärt sie nach den jüngsten Wahldesastern für tot. Was wiederum den FDP-Politiker Kubicki erzürnt - und offenbar antreibt.

Der Bewerber für den FDP-Vorsitz, Wolfgang Kubicki, hat sich zum Grund für seine Kandidatur geäußert. Auslöser sei gewesen, dass Bundeskanzler Friedrich Merz die FDP nach den jüngsten Landtagswahlen für tot erklärt habe, sagte der frühere Bundestags-Vizepräsident im Podcast "Meine schwerste Entscheidung" der Funke Mediengruppe. "Und in der Sekunde habe ich gedacht, ich wiederhole das jetzt hier auch so, weil das wirklich der Gedanke war: Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!", sagte der 74-Jährige. Alle Kräfte, die er noch in sich habe, "die haben sich dann aufgebäumt".

Kubicki kandidiert beim FDP-Parteitag im Mai für die Nachfolge des scheidenden Bundesvorsitzenden Christian Dürr. Kubickis Gegner ist NRW-Landeschef Henning Höne. Aktuelle Umfragen sehen die FDP im Bund derzeit bei drei bis vier Prozent.

Kubicki äußerte sich auch zu gemeinsamen parlamentarischen Abstimmungen mit der AfD. Diese halte er für unproblematisch. "Ich kenne keine Brandmauer", sagte der frühere Bundestags-Vizepräsident. "Ich würde keinem AfD-Antrag zustimmen, aber ich würde meine Anträge nicht davon abhängig machen, dass die AfD zustimmen könnte", sagte Kubicki. "Würde ich das tun, wie dumm ist das denn, würde ich die komplette Agenda der AfD in die Hand geben."

Eine Koalition mit der AfD schloss Kubicki dagegen aus. Auf die Frage, ob er eine neue Protestpartei aufbauen wolle, sagte der Liberale: "Jede Partei ist auch Protestpartei." Er müsse aber keine neue Partei aufbauen. Die FDP sei nicht tot, sondern müsse einfach neu aufgeladen werden - "und zwar mit Selbstbewusstsein, und nicht dauernd in Abgrenzung von anderen".

Quelle: ntv.de, ghö/AFP

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