Politik

Kandidatur für SPD-Vorstand Kühnert strebt nach höheren Aufgaben

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Kevin Kühnert will sich neuen Aufgaben in der SPD widmen.

(Foto: imago images/Stefan Schmidbauer)

"Wir müssen ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden." Kevin Kühnert kann sich vorstellen, in den Vorstand der SPD aufzurücken. Der Vorsitzende der Jusos stellt eine Kandidatur beim kommenden Parteitag in Aussicht. Dabei will er sich nicht davon beirren lassen, wer an der Spitze der Sozialdemokraten steht.

Beim SPD-Parteitag Anfang Dezember will Juso-Chef Kevin Kühnert in den SPD-Vorstand aufrücken. "Ich werde mit Sicherheit für den Parteivorstand kandidieren", sagte Kühnert der "Süddeutschen Zeitung". Nachdem er zwei Jahre lang Kritik an seiner Partei geübt und Kursänderungen gefordert habe, sei es nun an der Zeit, diesen Schritt zu gehen, anstatt die Verantwortung anderen zu überlassen, sagte Kühnert dem Bericht zufolge.

Dabei treffe er seinen Entschluss unabhängig vom Ausgang der Wahl der neuen Parteivorsitzenden. Sowohl im Falle eines Sieges des Duos Klara Geywitz und Olaf Scholz als auch bei einer Wahl von Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sei er dazu bereit, in den Parteivorstand aufzusteigen.

Kühnert schloss aus, Generalsekretär seiner Partei werden zu wollen. Auf die Nachfrage, ob er sich den Posten des stellvertretenden SPD-Parteivorsitzenden vorstellen könne, sagte Kühnert aber: "Das würde ich zumindest nicht ausschließen, dass das passieren könnte. Wir müssen ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden. Na klar."

Mögliche Konfrontationen mit einem potenziellen Parteivorsitzenden Olaf Scholz sieht er dem Bericht zufolge als dessen Stellvertreter nicht kommen: "Stärke kommt daraus, Unterschiedlichkeiten zuzulassen", so der 30-Jährige. Die SPD-Nachwuchsorganisation Jusos wirbt allerdings seit einigen Wochen für das Kandidatenpaar Esken/Walter-Borjans.

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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