Politik

48 Stunden ab welchem Zeitpunkt? Länder-Regeln zu Corona-Tests verwirrend

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

48 Stunden sind es fast überall, doch läuft die Zeit ab Abstrich oder Testergebnis?

(Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Viele möchten in den Herbstferien trotz Pandemie verreisen, doch schon innerhalb Deutschlands sorgen unterschiedliche Corona-Test-Regelungen für Verwirrung. Sind es 48 Stunden ab Abstrich oder ab Testergebnis?

In vielen Bundesländern können sich Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten derzeit mit einem negativen Test die Möglichkeit sichern, zum Beispiel im Hotel übernachten zu dürfen. In den einzelnen Ländern gelten jedoch unterschiedliche Regeln in Bezug auf die Aktualität dieser Tests.

In Baden-Württemberg beispielsweise darf ein Test nicht älter als 48 Stunden sein. Dafür zählt das Datum auf der Bescheinigung. In Bayern gilt dagegen der Zeitpunkt des Abstrichs, der maximal 48 Stunden her sein darf. Geregelt wird das etwa über die Verordnungen der Bundesländer.

Auch in Schleswig-Holstein sind 48 Stunden die Maßgabe für einen negativen Corona-Test, mit dem Reisende das Beherbergungsverbot umgehen können. Dabei dürfen jedoch zwischen dem Ausstellen des Testergebnisses und der Einreise nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein.

Am vergangenen Mittwoch hatten sich die Chefs der Staatskanzleien der Länder noch auf den Zeitpunkt der Feststellung des Testergebnisses als maßgeblichen Beginn für das 48-Stunden-Fenster verständigt. Die Länder treffen die Entscheidungen am Ende jedoch selbst. Entgegen dem Beschluss der Chefs der Staatskanzleien verlangt Rheinland-Pfalz, dass ein negativer Corona-Test nicht älter als 24 Stunden sein darf. In Hessen darf zudem übernachten, wer mit einem ärztlichen Attest nachweisen kann, dass keine Anhaltspunkte für eine Corona-Infektion vorliegen.

Quelle: ntv.de, nan/dpa