Politik

Banden aus Südosteuropa Länder verbünden sich gegen Einbrecher

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Im Kampf gegen Einbrecher sollen sich die Behörden besser abstimmen.

(Foto: dpa)

NRW-Innenminister Jäger spricht von "Kriminaltouristen", die stehlend durch Europa ziehen. Um sie zu bekämpfen soll nun die internationale Zusammenarbeit der Polizei verbessert werden. Der Bund und mehrere Bundesländer wollen sich beteiligen.

Bei der Verfolgung international auftretender Einbrecherbanden wollen die Polizeibehörden von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz noch enger mit Belgien und den Niederlanden zusammenarbeiten. Am Montag treffen sich dafür die zuständigen Minister sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Aachen. Mehrere Medien berichteten, dass die Politiker dann eine "Aachener Erklärung" unterzeichnen wollten.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die ersten gemeinsamen Kontrollen sollten noch im November stattfinden. Ziel sei es, dass die Strafverfolgung genauso beweglich ist, wie es die Täter längst seien. "Wir haben es vor allem mit Banden aus Südosteuropa zu tun, die durch Europa ziehen. Das sind Kriminaltouristen, die heute in Düsseldorf eine Wohnung ausräumen und morgen in Amsterdam einen Bruch machen", sagte er. De Maizière sicherte laut dem Bericht Unterstützung durch Bundespolizei und Bundeskriminalamt zu.

Weiter hieß es, geplant sei unter anderem, dass die Polizeibehörden ihre Erkenntnisse über Täter, deren Vorgehensweise, Bandenstrukturen und Kriminalitätsbrennpunkte austauschen. Zudem sollen sich die Sicherheitsbehörden über parallel laufende Ermittlungen abstimmen oder Verfahren gemeinsam führen. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainier Wendt, sagte der "Welt": "Das sind zwar alles nur kleine Schritte nach vorn, die wir aber trotzdem begrüßen."

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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