Politik

Wahl in Berlin und MV im Liveticker+++ 11:33 "Lage in MV ist völlig anders als in Sachsen-Anhalt" +++

20.09.2026, 08:08 Uhr

+++ 11:03 Schwesig-Herausforderer Leif-Erik Holm gibt seine Stimme in Schwerin ab +++

Er will der nächste Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern werden und eine Alleinregierung der AfD: Leif-Erik Holm. In Schwerin hat er nun seine Stimme in Begleitung seiner Frau Wenke abgegeben. In diesem Wahlkreis fordert er auch die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig direkt heraus. Über die Landesliste abgesichert ist der 56-Jährige allerdings nicht. Holm ist gelernter Elektromonteur und war jahrelang Radiomoderator, unter anderem beim NDR. Den Rundfunkstaatsvertrag will er im Falle einer Regierungsverantwortung der Rechtsaußenpartei sofort kündigen. In der letzten Umfrage vor der Wahl war die AfD auf 36 Prozent gekommen und wurde damit erstmals von der SPD um einen Prozentpunkt überholt. 

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Zur Urne geht er mit seiner Frau Wenke: Leif-Erik Holm, Ministerpräsidentenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 10:44 Wahllokale sichern, Störaktionen verhindern: Mehr als 1000 Berliner Polizisten im Einsatz +++

In Berlin sorgen nicht nur Zehntausende Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für einen reibungslosen Wahlablauf - auch die Polizei ist mit Hunderten Kräften im Einsatz. Es gehe um den Schutz der insgesamt mehr als 2500 Wahllokale, des Abgeordnetenhauses und der Regierungsgebäude, wie ein Sprecher sagte. Polizisten achteten dabei auch darauf, dass es im Umfeld von Wahllokalen keine unzulässige Beeinflussung gebe. Zudem gelte es, Störaktionen zu verhindern, so die Polizei. Bislang lägen aber keine Hinweise dafür vor, dass die Wahl durch Aktionen behindert werden solle. 

+++ 10:30 Auch Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat gewählt +++

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Steffen Krach, Spitzenkandidat der Berliner SPD und Landesvorsitzender der SPD Berlin, wählt im Wahllokal in der Werbellinsee-Grundschule in Tempelhof-Schöneberg. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Berliner Spitzenkandidat der SPD, Steffen Krach, hat seine Stimme abgegeben. Der 47-Jährige ist erst vorigen Sommer aus Hannover dem Ruf nach Berlin gefolgt, um die SPD an der Macht zu halten und selbst ins Rote Rathaus einzuziehen. Er präsentiert sich als Kandidat der Vernunft, wettert gegen den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und gegen den neuen CDU-Spitzenmann Stefan Evers. Ein Spagat, denn beide Parteien regieren seit 2023 zusammen. Kurz vor der Wahl sieht sich Krach mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover wegen Vorteilsnahme konfrontiert. Er weist alle Vorwürfe zurück. Doch die Ermittlungen dürften in der heißen Wahlkampfphase seine Wahlchancen nicht unbedingt erhöht haben. 

+++ 09:56 Werner Graf gibt in Berlin als erster Spitzenkandidat seine Stimme ab +++

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Spitzenkandidat der Grünen: Werner Graf. (Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Willen der Grünen soll dieser Mann neuer Regierender Bürgermeister von Berlin werden: Werner Graf. Von allen Spitzenkandidaten hat der 45-Jährige nun als Erster seine Stimme abgegeben. Fotos zeigen ihn freudestrahlend am Morgen in einem Wahllokal in Tempelhof-Schöneberg. Graf bezeichnet sich selbst als Kämpfer und Optimist, ist Fan des Fußball-Zweitligisten Hertha BSC, Hobby-Koch und Frühaufsteher. Er ist mit dem scheidenden CDU-Regierungschef Kai Wegner befreundet und gilt als jemand, der jenseits von linken Koalitionsoptionen - die er offen bevorzugt - auch Türen für ein mögliches Bündnis seiner Partei mit der CDU öffnen könnte. Graf und den Grünen wird vermutlich ebenso wie der SPD die Rolle der Königsmacher zukommen. Zuletzt lag die Partei in Umfragen bei 15 bis 16 Prozent.

+++ 09:22 Berlin bekommt auf jeden Fall neuen Regierungschef +++

In Berlin wird es auf jeden Fall einen Wechsel im Roten Rathaus geben. Der CDU-Politiker Kai Wegner tritt nicht mehr für das Amt des Regierenden Bürgermeisters an. In letzten Umfragen lag die Linke knapp vor der CDU. Chancen auf das Amt des Regierungschefs können sich damit die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp und CDU-Finanzsenator Stefan Evers ausrechnen. Als realistische Koalitionen gelten ein Bündnis aus CDU, Grünen und SPD oder eines aus Linken, Grünen und SPD. Den beiden jetzigen Regierungsparteien CDU und SPD werden deutliche Verluste vorausgesagt, Linken und AfD dagegen starke Zuwächse.

+++ 08:00 Wahllokale öffnen: Abstimmungen in Berlin und MV beginnen +++

Los geht's: In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern haben die Wahllokale für die Landesparlamente geöffnet. Seit 8.00 Uhr können die Menschen ihre Stimmen für das Berliner Abgeordnetenhaus beziehungsweise den Landtag in Mecklenburg-Vorpommern abgeben. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Insgesamt sind 3,8 Millionen Menschen wahlberechtigt. In beiden Ländern kann schon ab 16 Jahren gewählt werden.

+++ 07:46 CDU-Präsidium um Merz kommt noch am Abend zusammen +++

Der Ausgang der Wahlen in Berlin und Schwerin wird auch in Berlin mit Argusaugen beobachtet. Noch am Abend kommt in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Merz steht seit dem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, wo die CDU abgeschlagen hinter der AfD landete, massiv unter Druck. Vereinzelt wurde zuletzt über seine Ablösung diskutiert.

+++ 07:37 Gelingt Schwesig doch noch der Wahlsieg? +++

In Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zuletzt eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Inzwischen sehen Umfragen ihre Sozialdemokraten und die AfD in einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Rund 1,3 Millionen Menschen sind im Nordosten wahlberechtigt. Wählen dürfen alle, die einen deutschen Pass haben und seit mindestens 37 Tagen im Bundesland gemeldet sind. Neu ist in diesem Jahr, dass schon ab 16 Jahren gewählt werden darf. Offen ist, ob es für eine Neuauflage von Rot-Rot reicht. Das wird auch davon abhängen, welche Parteien im neuen Landtag vertreten sind.

+++ 07:23 Berlin steht vor einem Regierungswechsel +++

In der Hauptstadt Berlin sind 2,5 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen. Erstmals dürfen auch 16- und 17-Jährige abstimmen. Dabei stehen die Zeichen in der Hauptstadt auf Regierungswechsel. Die seit 2023 regierende Koalition aus CDU und SPD ist in Umfragen weit von einer eigenen Mehrheit entfernt. Alles deutet auf Dreierbündnisse hin: Entweder koaliert die CDU mit SPD und Grünen, oder die Linke schließt sich mit SPD und Grünen zusammen. Offen ist, wer in Berlin stärkste Kraft wird - wieder die CDU oder erstmals überhaupt die Linke. Gewählt werden neben dem Landesparlament auch die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen.