Politik

Politiker-Ranking von Forsa Laschet fällt aus Top 10, Scholz legt deutlich zu

Eine Kandidatin und zwei Kandidaten streben ins Kanzleramt: Annalena Baerbock von den Grünen, Olaf Scholz von der SPD und Armin Laschet für die Union. Für zwei von ihnen liefen die letzten Wochen nur halb gut. Oder auch schlecht. Einer kann sich dagegen über wachsende Zustimmung freuen.

Das Politiker-Ranking von Forsa ermittelt regelmäßig, bei welchen Politikern die Bürgerinnen und Bürger das Land "in guten Händen" sehen. Ihre Einschätzung können die Befragten mit Werten von 0 ("Ist überhaupt nicht in guten Händen") bis 100 ("Ist voll und ganz in guten Händen") abgeben.

Besonders wenig erfreulich ist die Lage nun in der August-Befragung für Armin Laschet. Sein Vertrauenswert ist gegenüber der letzten Erhebung im Juni um signifikante 11 Punkte von 40 auf nur noch 29 Punkte gesunken. Laschet fällt damit von Rang 6 im Juni auf Rang 11 im August zurück. Er liegt damit nur noch einen Punkt vor den SPD-Politikern Kevin Kühnert mit 28 und 3 Punkte vor Norbert Walter-Borjans mit 26 Punkten.

Zu Beginn der "heißen" Phase des Wahlkampfes zur Bundestagswahl ist aber auch das Vertrauen zur Kandidatin der Grünen im Vergleich zum letzten Politiker-Ranking deutlich gesunken. Baerbocks Vertrauenswert schrumpft um 7 Punkte von 40 auf nun 33 Punkte. Im Gegensatz zu Baerbock und Laschet hat der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zwischen Juni und August dagegen Vertrauen gewonnen: Sein Wert stieg um 7 Punkte von 44 auf 51 Punkte.

Damit liegt Scholz hinter Angela Merkel mit 65 Punkten (ein Minus von 2 Punkten im Vergleich zum Juni) und Markus Söder mit unverändert 53 Punkten auf Rang 3 und hat einen klaren Abstand zu Robert Habeck, der mit 43 Punkten auf Rang 4 rangiert. Außer Scholz ist Habeck einer der wenigen politischen Akteure, dessen Vertrauenswert im August etwas größer geworden ist als im Juni. Er stieg um 2 Punkte. 2 Punkte rauf ging es auch für Janine Wissler von den Linken, CDU-Minister Jens Spahn konnte seinen Wert um 1 Punkt verbessern.

Merkel überstrahlt alle

Das mit Abstand größte Vertrauen bringen die Wahlberechtigten rund fünf Wochen vor der Bundestagswahl nach wie vor der amtierenden, aber scheidenden Bundeskanzlerin entgegen. Und auch bei den eigenen Anhängern besitzt Angela Merkel mit 84 Punkten neben CSU-Chef Markus Söder mit 86 Punkten das höchste Vertrauen. Aufgeschlossen zu Merkel und Söder hat Olaf Scholz bei den eigenen Anhängern mit 81 Punkten (ein Plus von 5 Punkten im Vergleich zum Juni). Ein höheres Vertrauen bei den eigenen Anhängern als im Juni haben im August außer Merkel, Söder und Scholz nur noch Jens Spahn, Janine Wissler sowie Tino Chrupalla und Alice Weidel von der AfD. Das mit Abstand geringste Vertrauen bei den eigenen Anhängern haben die SPD-Politiker Heiko Maas, Kevin Kühnert, Norbert Walter-Borjans und vor allem Saskia Esken mit nur 30 Punkten.

Vergleicht man die aktuellen Vertrauenswerte für einzelne politische Akteure mit denen im letzten Politiker-Ranking vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Januar 2020, dann besitzen nur drei Politiker kurz vor der Bundestagswahl ein höheres Vertrauen als vor der Corona-Krise: Olaf Scholz (ein Anstieg von 5 Punkten von 46 auf 51 Punkte), Angela Merkel (ein Plus von 6 Punkten von 59 auf 65 Punkte) und vor allem Markus Söder (ein Plus von 11 Punkten von 42 auf 53 Punkte). Das Vertrauen zur Kanzlerkandidatin der Grünen sank zwischen Januar 2020 und August 2021 dagegen um 9 Punkte von 42 auf 33 Punkte. Den größten Vertrauenseinbruch hat jedoch der Kanzlerkandidat der Union zu verzeichnen: Laschets Vertrauenswert sank im Laufe der Corona-Krise um 17 Punkte von 46 auf 29.

Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für das Politiker-Ranking vom 18. bis 20. August 1532 Wahlberechtigte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, tar

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