Politik

"Früher gut ausgetauscht" Laschet gesteht Probleme mit Söder ein

21a33860a4cde6f1ef12c96377d9a59e.jpg

Bei CDU und CSU ging es auch früher nicht immer friedlich zu, betonte Armin Laschet.

(Foto: AP)

Im Rennen um den Kanzlerkandidaten der Union hat Armin Laschet im April die Nase vorn. Kontrahent Markus Söder übt sich fortan in Spitzen gegen den CDU-Chef, der nun erstmals bekundet, dass das Verhältnis der beiden Parteichefs früher besser war.

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat Probleme im Verhältnis mit Markus Söder eingeräumt. Dabei verstehe er sich eigentlich gut mit dem CSU-Chef. "Wir haben uns früher gut austauschen können. Er hat auch einen gewissen Humor", sagte Laschet im TV-Angebot der "Bild"-Zeitung. Seit Söders Niederlage im Rennen um die Kanzlerkandidatur sei es aber "nicht leicht" gewesen. "Wenn wir gewinnen, werden wir nur zusammen gewinnen. Bei Angela Merkel und Horst Seehofer ging es auch nicht immer friedlich zu."

In der CDU gab es zuletzt am Samstag Vorwürfe, Söder stichele weiter gegen Laschet. Söder werde im Falle eines Wahlsiegs der Union als CSU-Chef eine wichtige Rolle in Berlin spielen, sagte Laschet. "Ich glaube, dass er den Sieg will und auch alles dafür tut", wies Laschet die Frage zurück, ob der CSU-Chef vielleicht ein Interesse an seiner Niederlage habe, um bei der nächsten Bundestagswahl selbst als Unions-Kandidat antreten zu können.

Söder hatte zuletzt medial Spitzen gegen den Kanzlerkandidaten abgefeuert. "Es herrscht in der Union eine große Unruhe, was angesichts der Umfragen verständlich ist", sagte Söder dem "Münchner Merkur". "Deshalb ist jetzt die Zeit des Erwachens, Durchstartens und des Kämpfens gekommen: Wir werden nicht einfach so ins Kanzleramt einziehen. Wir müssen hart kämpfen." Die schlechten Umfragewerte führte Söder vor allem auf die schlechte bundespolitische Stimmungslage für die CDU zurück. Der Bundestrend sei "noch nicht ausreichend", sagte Söder. "In Bayern hätten wir vielleicht ein besseres Ergebnis erzielen können - wäre ich Kanzlerkandidat geworden." Dies sei nun aber "Schnee von gestern", so Söder. "Jetzt müssen wir alles tun, um Armin Laschet zu unterstützen."

Ungeachtet schlechter Umfragewerte rechnet Laschet mit einem Wahlsieg der Union bei der Bundestagswahl und steckte sich hohe Ziele. "Wir kämpfen dafür, möglich nahe an die 30 Prozent heranzukommen", sagte der CDU-Chef im TV-Angebot der "Bild"-Zeitung. 30 Prozent seien noch möglich, erklärte er. Dafür werde man nun kämpfen.

Die Zeitung hatte Stunden zuvor mit Bezug auf das Institut Insa gemeldet, dass Union und SPD mit jeweils 22 Prozent gleichauf lägen. Laschet wies mehrfach die Frage zurück, ob er zugunsten von CSU-Chef Markus Söder auf die Kanzlerkandidatur angesichts schlechter persönlicher Umfragewerte verzichten wolle.

Quelle: ntv.de, mba/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen