Politik

Mit Merz, Spahn und anderen? Laschet regt Team als CDU-Führung an

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Spahn, Merz und Laschet (v.l., hier 2018): Folgen auf eine Frau mindestens drei Männer?

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die Nachfolge Kramp-Karrenbauers als CDU-Chefin gelten Spahn, Merz und Laschet als Favoriten. Letzterer spielt nun mit dem Gedanken, die drei Kandidaten könnten die Aufgabe auch gleich gemeinsam angehen. An Grünen und SPD will er sich dabei aber nicht orientieren.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für ein Führungsteam bei der CDU ausgesprochen. "Alles was ein Team ist, was die unterschiedlichen Fähigkeiten der unterschiedlichen Akteure mit einbezieht - und das müssen auch noch ein paar mehr sein als die drei, die gerade genannt werden - tut der CDU als Volkspartei gut", sagte Laschet in Aachen.

Der 58-Jährige wird selbst als einer der drei aussichtsreichsten Kandidaten auf die Nachfolge der zurücktretenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer gehandelt. Eine Doppelspitze wie bei der SPD und den Grünen könne er sich indes "schwer vorstellen, aber unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Aufgaben, das kann ich mir vorstellen".

Der künftige Kanzlerkandidat könne zudem nur gemeinsam mit der CSU bestimmt werden. "Alles was wir tun, muss eng mit der CSU abgestimmt werden", sagte Laschet. "Das ist die Tradition in der Union. Kanzlerkandidaturen werden nur von CDU und CSU entschieden, und deshalb muss man jetzt viel miteinander reden, und das tun wir."

Laschet taufte in Aachen einen ICE auf den Namen "Euregio Maas-Rhein". Bei der Gelegenheit betonte er, dass Europa im Städtedreieck Aachen-Lüttich-Maastricht schon seit Jahrzehnten gelebte Realität sei. Auf die Frage, ob er Bundeskanzlerin Angela Merkel vielleicht öfter in die Euregio hätte mitnehmen müssen, antwortete er: "Nein, das ist auch eine gute Europäerin." Bei der Münchner Sicherheitskonferenz hatte Laschet am Sonntag angemahnt, dass sich die Bundesregierung in der Europapolitik wieder mehr zutrauen müsse.

Quelle: ntv.de, mra/dpa