Politik

"Drohen nicht mit Atomwaffen" Lawrow sieht Russland nicht im Krieg mit NATO

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Die Befürchtungen vor einem Atomkrieg seien von westlichen Medien aufgebauscht, so Lawrow.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Anfang der Woche warnt der russische Außenminister Lawrow vor der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Jetzt behauptet er, es sei die NATO, die sich in einem Krieg mit Russland sehe. Die aus dem Westen gelieferten Waffen wolle man ins Visier nehmen, wenn sie ukrainischen Boden erreichten.

Russland sieht sich Außenminister Sergej Lawrow zufolge nicht im Krieg mit der NATO. Vielmehr glaube die NATO, mit Russland im Krieg zu sein, sagte Lawrow den russischen Agenturen Ria und Tass zufolge in einem Interview mit dem arabischsprachigen Sender Al-Arabija. Weiterhin drohe Russland nicht mit Atomwaffen, westliche Medien übertrieben bei diesem Thema. "Wir 'spielen' nicht mit einem Atomkrieg", sagte Lawrow demnach.

Am Montag hatte Lawrow noch in einem Interview im russischen Fernsehen vor einer "realen Gefahr" eines Dritten Weltkriegs gewarnt. Russland hatte außerdem Ende Februar Abschreckungswaffen in Alarmbereitschaft versetzen lassen, was weltweit als Drohung mit dem atomaren Arsenal verstanden worden war.

Die von offizieller russischer Seite sogenannte "Spezialoperation" ende dann, wenn alle Ziele erreicht seien, wiederholte Lawrow in dem am Freitag veröffentlichten Interview mit Al-Arabija. Dies sei, die Zivilbevölkerung in der Ostukraine zu schützen und sicherzustellen, "dass es keine Bedrohungen aus dem Territorium der Ukraine für diese Bevölkerung und für Russland gibt. Das ist alles". In den ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk hatten prorussische Separatisten Volksrepubliken ausgerufen, die Kremlchef Wladimir Putin kurz vor Beginn des Kriegs in der Ukraine als unabhängig anerkannt hatte.

Der russische Außenminister sagte zudem, dass Russland die Routen kenne, über die der Westen Waffen an die Ukraine liefern wolle. Die gelieferten Waffen sollen ihm zufolge zum Ziel der "Spezialoperation" werden, "sobald sie das Territorium der Ukraine erreichen".

(Dieser Artikel wurde am Samstag, 30. April 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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