Politik

Ab Februar soll es losgehen "Letzte Generation" will in ganz Deutschland stören

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Das Bild soll in diesem Jahr in deutlich mehr Teilen Deutschlands zu sehen sein: Aktivisten der "Letzten Generation", die Straßen blockieren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Ankündigung dürfte gerade bei vielen Autofahrern bereits Stress auslösen: Aktivisten der "Letzten Generation" wollen ihre Protestaktionen auf ganz Deutschland ausweiten. Worum es dabei genau geht, verraten sie nicht. Allerdings fällt der Startschuss für die ersten Aktionen sehr bald.

Die Klimaschutz-Protestgruppe "Letzte Generation" hat angekündigt, ihre Blockade- und Störaktionen in diesem Jahr auf ganz Deutschland deutlich auszuweiten. "Der Widerstand wird größer als je zuvor", sagte Aimée van Baalen, eine Sprecherin der Gruppe. "Wir werden massiv auf die Straßen gehen."

Ab 6. Februar sollten Protestaktionen "in allen Regionen Deutschlands" stattfinden. "Wir werden an so vielen Stellen wie möglich den Alltag in dieser Republik unterbrechen." Man wolle die Störungen "in jede Stadt und jedes Dorf tragen, mit immer mehr Menschen". Wie genau die Aktionen aussehen sollen, sagte die Gruppe nicht.

Am 24. Februar 2022 hatte die Gruppe in Berlin zum ersten Mal eine Straße blockiert. Es folgten zahlreiche Blockaden auf Autobahnen mit langen Staus sowie Störungen in Museen und Ministerien. Oft klebten sich Demonstranten fest, damit die Räumung lange dauert.

Aktivisten fordern "Gesellschaftsrat"

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Die "Letzte Generation" hofft nun darauf, dass immer mehr Menschen teilnehmen, um das Land "zum Stillstand" zu bringen. Das sei ein "entscheidender Faktor", sagte van Baalen. Im vergangenen Jahr hätten sich in vielen Städten rund 800 Menschen bei Blockaden festgeklebt, sagte Sprecherin Carla Hinrichs. Eine genaue Anzahl der Unterstützer sei nicht bekannt. "Es sind so viele Menschen, hunderte, ganz genau wissen wir es nicht." Entweder müsse die Regierung "uns alle wegsperren" oder die Forderungen akzeptieren. Die "Letzte Generation" forderte die Bundesregierung auf, einen "Gesellschaftsrat" einzuberufen, in dem zufällig ausgeloste Menschen sitzen. Hier sollten Schritte ausgearbeitet werden, damit Deutschland ab 2030 klimaneutral ist.

Einige Unterstützer werden von der Gruppe und einer verbundenen Initiative aus Spendengeldern bezahlt, vor allem für Vorträge und weitere Bildungsarbeit, wie es im Transparenzbericht heißt. Im vergangenen Jahr gingen mehr als 900.000 Euro Spenden ein. Die Gruppe gab 535.000 Euro aus.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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