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Schüsse nahe deutscher Fregatte Libysche Küstenwache entschuldigt sich

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Die "Mecklenburg Vorpommern", hier in Wilhelmshaven.

picture alliance / Carmen Jasper

Der Vorfall gilt als "Provokation": Ein Boot der libyschen Küstenwache kommt Anfang des Monats der deutschen Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" im Mittelmeer ungewöhnlich nahe. Als das Boot schließlich abdreht, fallen Schüsse. Nun räumt Libyen Fehler ein.

Die libysche Küstenwache hat sich einem Bericht zufolge für ein aggressives Vorgehen in der Nähe der deutschen Fregatte "Mecklenburg Vorpommern" entschuldigt. Nach Informationen des "Spiegel" entschuldigte sich Libyen bei der EU und dem Kommandeur der Mittelmeer-Operation „Sophia“, Konteradmiral Enrico Credendino. Dabei war von Fehlern der eigenen Seeleute die Rede.

Es geht um einen Vorfall am 1. November, bei dem ein Boot der libyschen Küstenwache ein deutsches Kriegsschiff bedrängt hatte. Als ein Boarding-Team auf einem leeren Flüchtlingsboot Spuren sichern wollte, raste das libysche Patrouillenboot "Talil" auf die Bundeswehrsoldaten zu. Warnungen per Funk wurden ignoriert. Als die "Talil" abdrehte, hörten die deutschen Soldaten Schüsse, die offensichtlich ins Wasser gefeuert wurden.

Ein n-tv.de-Reporter war an Bord der "Mecklenburg Vorpommern", als die Schüsse fielen. Der Zwischenfall sei dort als Provokation aufgefasst worden, berichtete er.

Die Fregatte war zu dem Zeitpunkt rund 50 Kilometer vor der libyschen Küste. Die "Mecklenburg Vorpommern" ist im Rahmen der EU-Operation "Sophia" im Einsatz. Ziel der Mission ist es, Flüchtlinge vor dem Ertrinken zu retten und gegen Schleuser und illegalen Waffenhandel vorzugehen.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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