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Ukraine ist sich sicher Lieferung von F-16-Kampfjets nur eine "Frage der Zeit"

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Seit den 70er-Jahren wurden Tausende F-16-Kampfjets auf der Welt in Dienst gestellt.

Seit den 70er-Jahren wurden Tausende F-16-Kampfjets auf der Welt in Dienst gestellt.

(Foto: imago images/NurPhoto)

Moderne Kampfjets würden der Ukraine bei einer Offensive helfen. Bislang hat das Land allerdings nur sowjetische Modelle aus dem Westen erhalten. Außenminister Kuleba denkt, dass sich das ändern wird - und er glaubt auch zu wissen, welche Bedingung es gibt.

Für den ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba ist eine Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an Kiew nur eine "Frage der Zeit". "Ich denke, dass diese Entscheidung der USA an die Resultate der (ukrainischen) Gegenoffensive geknüpft wird", sagte der 42-Jährige im ukrainischen Fernsehen. Die Jets seien eine der drei Prioritäten bei der Unterstützung durch die Verbündeten gemeinsam mit Artilleriegeschossen und Panzertechnik. Gleichzeitig merkte der Minister jedoch an: "Wenn wir die F-16 bereits jetzt hätten, wäre die Gegenoffensive weitaus schneller". Zudem könnte Kiew mehr Leben von Soldaten und Zivilisten vor russischen Raketenschlägen schützen, sagte er.

In den kommenden Tagen wird eine lang angekündigte ukrainische Frühjahrsoffensive erwartet. Sowohl Zeit- als auch Ausgangspunkt sind jedoch unklar. Dass die Ukraine genauere Angaben dazu macht, ist aus taktischen Gründen unwahrscheinlich. Die russische Seite rechnet ebenfalls mit einem Gegenangriff und hat laut Satellitenbildern bereits weitreichende Verteidigungsstelllungen an der Frontlinie errichtet.

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Die Ukraine wehrt seit über 14 Monaten mit massiver westlicher Hilfe die Invasion der Kreml-Truppen ab. Eine Lieferung von westlichen Kampfjets steht dabei seit langem auf dem Wunschzettel Kiews. Sowohl US-Präsident Joe Biden als auch Bundeskanzler Olaf Scholz haben dies bislang abgelehnt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt in einem Interview gegenüber skandinavischen Medien gesagt, man werde die Gegenoffensive wegen des Fehlens von F-16-Kampfflugzeugen aber nicht hinauszögern.

Bislang hat die Ukraine aus dem Westen lediglich Kampfjets sowjetischer Bauart vom Typ MiG-29 erhalten. NATO-Generalsekretär Stoltenberg hatte sich kürzlich für eine Fortsetzung der Gespräche über eine Abgabe von westlichen Kampfjets an die Ukraine ausgesprochen. Man müsse über Lieferungen durch Bündnispartner weiter diskutieren, sagte er am Rande eines Treffens der internationalen Kontaktgruppe zur Koordinierung von Militärhilfe für die Ukraine auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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