Politik

"Erhebliches Einsparpotenzial" Lindner fordert Deckelung der Rundfunkgebühren

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Lindner glaubt, dass öffentlich-rechtliche Sender viel Geld einsparen könnten.

(Foto: picture alliance/dpa)

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Nach dem Skandal um die RBB-Intendantin Schlesinger steht der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Kritik. Finanzminister Lindner findet, die Sender könnten sich "verschlanken" und so Geld sparen. Dann müssten Bürger auch künftig nicht noch tiefer in die Tasche greifen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat eine Deckelung der Rundfunkgebühren gefordert. "Dass ARD, ZDF und Phoenix live und parallel vom Begräbnis der Queen aus London senden und mit jeweils eigenem Personal in London sind, belegt anschaulich, dass es erhebliches Einsparpotenzial gibt", sagte Lindner der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eine Aussetzung der Gebührenerhöhungen würde die Menschen "in einer Zeit rapide steigender Preise" entlasten.

Zugleich würde sie als Anreiz für die öffentlich-rechtlichen Sender dienen, sich zu verschlanken und auf ihren Kernauftrag zu konzentrieren, fügte der FDP-Chef hinzu. "Ich bin mir sicher, dass durch Kooperation hohe Summen gespart werden können, ohne dass sich dies am Programm negativ bemerkbar macht." Lindner hatte kürzlich bereits einen Gehaltsdeckel für das Spitzenpersonal beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) gefordert.

Der ÖRR war wegen der Vorgänge beim Rundfunk Berlin-Brandenburg in die Kritik geraten. Die Intendantin Patricia Schlesinger war im August zurückgetreten und wurde fristlos entlassen, nachdem Vorwürfe unter anderem wegen Vetternwirtschaft gegen sie erhoben worden waren. Inzwischen ermittelt auch die Staatsanwaltschaft.

Quelle: ntv.de, vmi/AFP

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