Politik

Direktkandidat verzichtetLinke-Kandidat zieht für Schwesig zurück und wirbt für sie

18.08.2026, 16:03 Uhr
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Daniel Trepsdorf (l.) rät seinen Unterstützern, mit der Erststimme SPD-Spitzenkandidatin Schwesig zu wählen. (Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD liegt in Umfragen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern klar vorn. Ein Linke-Bewerber gibt die eigenen Ambitionen in seinem Wahlkreis zugunsten von Ministerpräsidentin Schwesig auf. So will er einen AfD-Erfolg verhindern.

Der Linken-Politiker Daniel Trepsdorf verzichtet bei der anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern überraschend auf seine Direktkandidatur in Schwerin und unterstützt stattdessen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Er tue dies, um einen möglichen Sieg des AfD-Kandidaten Leif-Erik Holm in dem Wahlkreis zu verhindern, sagte der 50-Jährige. 

In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. SPD und Linke bilden derzeit eine rot-rote Landesregierung. Einer Insa-Umfrage zufolge käme die Koalition derzeit landesweit auf 40 Prozent (29 Prozent SPD, 11 Prozent Linke) der Stimmen, während die AfD 36 Prozent erreichen würde. Im Wahlkreis 8 in der Landeshauptstadt treffen die Spitzenkandidaten von SPD und AfD, Schwesig und Holm, direkt aufeinander.

Seiner Überzeugung nach müssten demokratische Kräfte zusammenstehen "und eine Wahlempfehlung für die versierteste und aussichtsreichste Kandidatin aussprechen", sagte Trepsdorf. Er fordere alle Wähler und Wählerinnen dazu auf, die Erststimme im Wahlkreis Schwesig zu geben. "Genauso deutlich sage ich: Zweitstimme Die Linke. Damit das Land die Politik der MV-Koalition fortführen kann."

Bei der Wahl 2021 hatte Schwesig mit 46,4 Prozent der Erststimmen ihren Wahlkreis gewonnen. Trepsdorf war damals mit 9,8 Prozent Vierter geworden. Er war erst als Nachrücker im September vergangenen Jahres in den Schweriner Landtag eingezogen. Mit Platz 36 auf der aktuellen Landesliste sowie dem Verzicht auf eine Direktkandidatur hat er faktisch kaum eine Chance, erneut ins Landesparlament einzuziehen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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