Politik

Lieber Schwerin als BerlinManuela Schwesig will weder Bas noch Klingbeil ersetzen

18.08.2026, 09:23 Uhr
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Die SPD-Politikerin Schwesig macht Wahlkampf vor dem Schweriner Schloss. (Foto: picture alliance/dpa)

In einem Monat wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Manuela Schwesig hat gute Chancen, ihre Arbeit als Landeschefin fortführen zu können. In der SPD würden sie viele aber auch gerne in Berlin sehen. Doch die 52-Jährige wiegelt ab.

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat vor dem Hintergrund anhaltender Spekulationen über einen möglichen Wechsel an die SPD-Spitze betont, in Schwerin bleiben zu wollen. "Auch ich habe mich klar für Mecklenburg-Vorpommern entschieden", sagte sie bei einem Bürgerdialog im Landtagswahlkampf in der Kleinstadt Lübtheen. Sie wolle die nächsten fünf Jahre Ministerpräsidentin bleiben. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt.

Die SPD-Chefs, Arbeitsministerin Bärbel Bas und Finanzminister Lars Klingbeil, stehen seit Wochen unter Druck der eigenen Basis. Die Reformpläne der Koalition sind dort höchst unbeliebt. Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September liegt die SPD dort in Umfragen nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde - im Bund rangiert sie mit gut 12 Prozent hinter AfD, Union und Grünen auf Platz vier. Mehrere SPD-Untergliederungen fordern von den Vorsitzenden, sich zwischen Ministeramt und Parteivorsitz zu entscheiden.

In Medienberichten wurde angesichts der vergleichsweise guten SPD-Umfragewerte in Mecklenburg-Vorpommern von 29 Prozent spekuliert, ob Schwesig, die schon einmal Parteivize war, auf den Bundesvorsitz wechseln könnte. Die Grünen in ihrem Land habe sie aufgefordert, sich vor der Wahl zu ihrer Zukunft zu erklären.

In einer repräsentativen Befragung des Insa-Instituts für den Neubrandenburger "Nordkurier" kamen die Grünen zuletzt auf fünf Prozent, die Linke auf elf Prozent. Somit könnte es für ein Rot-Rot-Grünes Bündnis im Nordosten reichen. Die AfD erreichte in der Umfrage 36 Prozent, die CDU zehn Prozent. BSW und FDP würden an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Quelle: ntv.de, rog/dpa

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