Politik

Steckte Moskau hinter Anschlag? Litauen klagt sechs Personen wegen Terrorismus an

16.01.2026, 16:15 Uhr
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Bei den Angeklagten in Litauen handelt es sich um ausländische Staatsbürger. (Foto: picture alliance / Winfried Rothermel)

Im September 2024 wird ein Militärausrüster in Litauen Ziel eines versuchten Brandanschlags. Ermittlungsergebnisse deuten auf Russland als Auftragsgeber hin. Die Generalstaatsanwaltschaft in Vilnius erhebt nun Anklage gegen mehrere Verdächtige.

In Litauen hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen sechs Menschen erhoben. Sie sollen im September 2024 einen terroristischen Akt in dem baltischen EU- und Nato-Land begangen haben. Demnach hatten die ausländischen Staatsangehörigen einen versuchten Brandanschlag auf ein in der Stadt Siauliai tätiges Unternehmen verübt, das militärische Ausrüstung für die Ukraine herstellt.

Die gesammelten Beweise gäben Anlass zur Annahme, dass die Tat im Auftrag und zugunsten des russischen Militärgeheimdiensts GRU durchgeführt wurde, hieß es in der Mitteilung der litauischen Behörde. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich den Angaben zufolge um Staatsbürger Spaniens, Kolumbiens, Kubas, Russlands und Belarus sowie einen spanisch-kolumbianischen Doppelbürger.

Abgesehen haben sollen sie es auf die Produktionsanlagen und das Gelände des Unternehmens, das mobile Stationen zur Funkfrequenzanalyse für die ukrainische Armee herstellt. Die Verdächtigen befinden sich in Litauen in Untersuchungshaft.

Gegen vier weitere Personen laufen Ermittlungen. Eine davon sei in Kolumbien aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen worden. Nach den drei anderen werde gefahndet.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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