Politik

Außenminister muss ausweichen Maas' Flieger fällt wegen Defekts aus

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Ist nicht so abgehoben wie er sollte: Heiko Maas.

(Foto: imago images / photothek)

Zum vierten Mal binnen eines halben Jahres ist Maas von Problemen bei der Flugbereitschaft betroffen. Seine viertägige Amerikareise muss der Bundesaußenminister wegen neuerlicher Probleme mit einem kleineren Modell absolvieren.

Wegen eines Defekts an einem Luftwaffen-Airbus hat Bundesaußenminister Heiko Maas auf einen Ersatzflieger nach New York umsteigen müssen. Statt wie geplant mit einem A321 musste der Minister am Nachmittag vom militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel mit einer kleineren Ersatzmaschine - einem Airbus des Typs A319 - zu seiner viertägigen Nordamerika-Reise aufbrechen.

Die kleinere Maschine musste in Island zum Tanken zwischenlanden, was zu Verzögerungen führte. Um welche Art von Defekt es sich handelte, wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes auf Anfrage nicht sagen. Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war zuletzt immer wieder in den Schlagzeilen. Ende Mai musste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen einer gerissenen Cockpitscheibe auf einen Privatjet umsteigen.

Drei Defekte seit Februar

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Maas hatte zuletzt drei Mal innerhalb von nur drei Monaten wegen Flugzeugpannen Verspätungen hinnehmen müssen. Die Bundesregierung hat Konsequenzen aus den Pannen gezogen und die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

Mitte Mai traf Maas wegen einer Flugzeugpanne mit einer Verspätung von etwa 70 Minuten zu seinem Antrittsbesuch in Bulgarien ein. Ende Februar blieb Maas zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste er dort auf einen Ersatzflieger warten. Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Er musste mehr er als eine Stunde lang in dem Airbus A340 warten, bis er aussteigen konnte, und verpasste deswegen den Auftakt einer informellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Davor war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen.

Menschenrechte, Diplomatie und Klimawandel

In New York wird Maas am Dienstag zunächst an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten teilnehmen. Am Nachmittag (Ortszeit) reist der SPD-Politiker nach Kanada weiter, wo er zusammen mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland die von ihm initiierte "Allianz der Multilateralisten" voranbringen will. Darin sollen Länder vernetzt werden, die für internationale Zusammenarbeit und gegen nationale Alleingänge einstehen.

Letzte Station der Reise ist die kanadische Arktis. In Pond Inlet, einer Inuit-Siedlung mit nur 1300 Einwohnern, will er sich über die Folgen des Klimawandels informieren.

Quelle: n-tv.de, shu/dpa

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