Haus in Kiew eingestürztMassive russische Luftangriffswelle erschüttert die Ukraine

Seit Mittwochmorgen überziehen die russischen Streitkräfte die Ukraine mit heftigen Wellen von Luftangriffen. Über 1500 Drohnen sind dabei bereits zum Einsatz gekommen, erklärt Präsident Selenskyj. In Kiew stürzt ein neunstöckiges Gebäude infolge einer Attacke ein.
Wenige Tage nach einer kurzzeitigen Waffenruhe hat Russland die Ukraine mit einem der längsten Luftangriffe in mehr als vier Jahren Krieg überzogen. In der Nacht wurde erneut Luftalarm im ganzen Land ausgelöst. Aus der Hauptstadt Kiew wurden kurz darauf Explosionen gemeldet. Dabei wurden mehrere Gebäude beschädigt.
Bürgermeister Vitali Klitschko sprach von einem eingestürzten Wohnhaus. Eine Person starb beim Einsturz des neunstöckigen Gebäudes, Dutzende konnten gerettet werden.
Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland in der Nacht mit 675 Drohnen und 56 Raketen sowie Marschflugkörpern an. 652 Drohnen und 41 Raketen sowie Marschflugkörper seien abgefangen worden, erklärten die Verteidiger. An 24 Standorten in der Ukraine seien 38 Treffer registriert worden. An weiteren 18 Standorten seien Schäden durch herabfallende Geschosstrümmer entstanden.
Schon den ganzen Mittwoch über hatte die russische Armee Drohnenangriffe auf die Ukraine geflogen. Solche Attacken am Tag sind speziell in diesem Ausmaß ungewöhnlich.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als 1500 Drohnen, die seit Mittwochmorgen von Russland eingesetzt wurden. "Das sind ganz sicher nicht die Taten derer, die glauben, der Krieg gehe zu Ende", schrieb Selenskyj auf X.
Am Mittwoch hatte Selenskyj die Angriffe bereits als "Terror" bezeichnet. "Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf - einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen", erklärte er. Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirken möge, damit die Volksrepublik ihre Unterstützung für den russischen Angriffskrieg beendet.