Politik

Xi Jinping in Rom gelandet Mattarella will transparente China-Geschäfte

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Italiens Staatspräsident Sergio Mattarella.

(Foto: picture alliance / Giuseppe Lami)

Mit der "Neuen Seidenstraße" will China sich stärker an Europa binden. Als erstes G7-Land will sich Italien an dem umstrittenen Projekt beteiligen. Präsident Mattarella mahnt allerdings zu Transparenz in der Beziehung zu China.

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat Transparenz und Ausgewogenheit in den Beziehungen Italiens zu China angemahnt. Die Intensivierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern müsse in einem "möglichst offenen und transparenten Rahmen" geschehen, innerhalb dessen Unternehmen beider Länder "gleichwertig, unabhängig voneinander und ausgewogen" agieren könnten, sagte Mattarella in einem Interview mit chinesischen Journalisten im Vorfeld des Besuchs von Chinas Staatschef Xi Jinping in Rom. Dort landete Xi italienischen Nachrichtenagenturen zufolge am frühen Abend.

Der kommunistische Staatsführer besucht Italien im Rahmen einer Europa-Tour, die ihn auch nach Monaco und Frankreich führt. Sein Aufenthalt in Rom genießt besondere Aufmerksamkeit, weil sich Rom Chinas umstrittener Initiative zum Aufbau einer "Neuen Seidenstraße" anschließen will. Dazu will die Regierung als erstes Mitglied der Gruppe der wichtigen Industrienationen (G7) am Samstag eine Absichtserklärung unterschreiben.

Peking will im Rahmen des geostrategischen Vorhabens Milliarden in Häfen, Straßen, Bahnstrecken, Telekom-Netze oder Flughäfen investieren. So sollen neue Wirtschafts- und Handelskorridore nach Europa, Afrika, bis nach Lateinamerika, aber auch innerhalb Asiens entstehen. Große EU-Partner und die USA haben große Bedenken. Sie kritisieren unter anderem mangelnde Transparenz und unfaire Wettbewerbsbedingungen.

Mattarella sagte, Italien sei gemeinsam mit den europäischen und internationalen Partnern bemüht, mit China in den Dialog zu treten, um Unternehmen beider Seiten den Zugang zu den jeweiligen Märkten zu erleichtern. Die Sicherheit von Investitionen, der Schutz geistigen Eigentums sowie die Einhaltung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Grundsätze seien dabei unverzichtbar.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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