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Namensstreit beendet Mazedonien hat sich offiziell umbenannt

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Das Land hofft auf eine Aufnahme in die EU.

picture alliance/dpa

Seit 27 Jahren pocht Griechenland auf eine Namensänderung Mazedoniens. Nun ist der Streit mit dem nördlichen Nachbar beendet: Der kleine Balkanstaat hat sich offiziell in Nordmazedonien unbenannt. Einem Nato-Beitritt steht nun nichts mehr im Wege.

Mazedonien heißt nun offiziell Nordmazedonien. Die Umbenennung sei mit der Veröffentlichung einer entsprechenden Verfassungsänderung im Amtsblatt in Kraft getreten, teilte die Regierung in Skopje mit. Die Vereinten Nationen würden in den kommenden Tagen über den neuen Landesnamen offiziell in Kenntnis gesetzt.

Mit der Umbenennung wird ein Schlussstrich gezogen unter einen jahrzehntelangen Streit zwischen Griechenland und seinem nördlichen Nachbarn. Der Konflikt reicht ins Jahr 1991 zurück, als die ehemalige jugoslawische Teilrepublik ihre Unabhängigkeit erklärte und für sich den Namen Mazedonien wählte. Aus Sicht Griechenlands ist der Name Mazedonien jedoch Teil des griechischen Nationalerbes und suggeriert einen Anspruch auf die nordgriechische Provinz Makedonien.

Im vergangenen Juni hatten sich Athen und Skopje auf den neuen Landesnamen Neumazedonien geeinigt. Das Parlament in Skopje hatte der Verfassungsänderung für die Umbenennung am 11. Januar zugestimmt, zwei Wochen später billigten auch die griechischen Abgeordneten das Abkommen.

Als EU- und Nato-Mitglied hatte Griechenland mit seinem Veto jede Annäherung Mazedoniens an die westlichen Bündnisse blockiert. Einem Beitritt zur Nato steht nun aber nichts mehr im Wege. Das Land hofft zudem auf eine Aufnahme in die EU.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa/AFP

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