Politik

Türkisches Militär greift durch Mehrere Tote bei Gefechten mit der PKK

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Ein türkischer Kampfjet.

(Foto: REUTERS)

Die Angriffe kommen vom Boden und aus der Luft: Die Türkei geht weiter gegen Kämpfer der kurdischen PKK vor. Auf beiden Seiten gibt es Tote. Doch auch andernorts liefern sich beide Seiten Kämpfe.

Bei Gefechten im Osten und Südosten der Türkei sind nach offiziellen Angaben mindestens 15 Soldaten und zahlreiche PKK-Kämpfer getötet worden. Das Büro des Gouverneurs der osttürkischen Provinz Van teilte mit, dort seien bei Zusammenstößen am Vortag am Berg Tendürek im Distrikt Caldiran acht Soldaten getötet und ebenso viele verletzt worden.

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, bei der aus der Luft unterstützten Operation der Sicherheitskräfte seien 13 PKK-Kämpfer gefangen genommen worden. Die Luftwaffe habe in der Region am Morgen drei Luftangriffe geflogen.

Bei Zusammenstößen in der südosttürkischen Provinz Hakkari wurden sieben Soldaten getötet und 20 weitere verletzt, wie das Büro des Provinzgouverneurs mitteilte. Anadolu berichtete unter Berufung auf abgehörten PKK-Funkverkehr, mehr als 100 PKK-Kämpfer seien bei den Gefechten "neutralisiert" worden. Eine Bestätigung der PKK dafür gab es nicht. Mit "neutralisiert" meinen die türkischen Behörden "kampfunfähig machen", was meist töten bedeutet, aber auch verletzen oder Gefangennahme heißen kann.

Seit Monaten kommt es im Südosten der Türkei immer wieder zu Gefechten zwischen dem Militär und der nach Autonomie strebenden PKK. Im Juli 2015 zerbrach ein Waffenstillstand, der zweieinhalb Jahre gehalten hatte.

Quelle: n-tv.de, fma/rts/dpa

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