Politik

49 Prozent gegen Maskenpflicht Mehrheit steht hinter Corona-Maßnahmen

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Eine Mehrheit hält die Regierungs-Maßnahmen für richtig - aber nicht eine Maskenpflicht.

(Foto: dpa)

Die Regierungen von Bund und Ländern lockern die Maßnahmen gegen das Coronavirus nur teilweise. Viele Beschränkungen bleiben in Kraft. 80 Prozent der Bundesbürger sind mit dieser Linie einverstanden. Anders sieht es bei einer Maskenpflicht aus, die eine Mehrheit ablehnt.

Eine große Mehrheit der Bundesbürger hält laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv die am Mittwoch von Bundesregierung und Bundesländern beschlossenen Maßnahmen in der Coronavirus-Krise für angemessen und ausgewogen. Auf eine entsprechende Frage antworteten 80 Prozent der Menschen mit Ja. 17 Prozent verneinten die Frage.

Dabei wurden Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland deutlich. Während im Westen 82 Prozent der Befragten die Frage bejahten, waren es im Osten 66 Prozent. 30 Prozent halten die Maßnahmen hier nicht für angemessen, im Westen sind 15 Prozent dieser Meinung.

Besonders groß ist die Zustimmung bei Anhängern der Union: 91 Prozent antworteten hier mit Ja. Auch Anhänger von SPD (87 Prozent), Grünen (86) und Linken (78) unterstützen mit großer Mehrheit die Linie der Regierungen. Bei FDP-Anhängern stimmen ihr 66 Prozent zu. Einzig bei AfD-Anhängern lehnen mehr Befragte die Maßnahmen ab: 52 Prozent. 42 Prozent halten sie für richtig.

Fast 50 Prozent gegen Maskenpflicht

Dabei werden die unterschiedlichen Maßnahmen verschieden bewertet: Mehr als 80 Prozent der Bundesbürger finden es jeweils richtig, dass Großveranstaltungen bis 31. August verboten bleiben (88 Prozent), dass Kitas bis mindestens 3. Mai geschlossen bleiben (85), dass Zusammenkünfte von Religionsgemeinschaften weiter untersagt bleiben (84), dass Schulen ab dem 4. Mai schrittweise wieder geöffnet werden und dass Bibliotheken, Archive, zoologische und botanische Gärten unter Auflagen wieder öffnen dürfen (jeweils 82 Prozent).

Dass private Reisen und Tagesausflüge weiterhin verboten bleiben, halten 79 Prozent für richtig. Dieselbe Zustimmungsrate erhält die geplante die Öffnung von Friseurbetrieben ab Anfang Mai. Der schrittweisen Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmetern stimmen 73 Prozent der Befragten zu.

Weniger eindeutig ist der Umgang mit Masken in Deutschland. 68 Prozent der Befragten halten die dringende Empfehlung von Kanzlerin Merkel und den Bundesländern, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen, für richtig. 24 Prozent halten die Maßnahme für falsch. Sogar 49 Prozent der Menschen würden eine generelle Maskenpflicht in Deutschland für falsch halten, 45 Prozent würden dieser Maßnahme zustimmen.

Vor allem Linken-Anhänger gegen Maskenpflicht

Nur bei Anhängern der Union gibt es eine Mehrheit für das verpflichtende Tragen einer Maske: 47 Prozent würden dem zustimmen, 45 Prozent wären dagegen. Gegen eine Maskenpflicht sprechen sich vor allem Anhänger der Linken aus (73 Prozent), aber auch Anhänger von FDP (67) und AfD (65).

48 Prozent der Befragten sprechen sich zudem dafür aus, dass ab sofort alle Geschäfte wieder öffnen können. 47 Prozent sind dagegen. Bundesregierung und Länder erlauben ab kommendem Montag lediglich die Öffnung von Geschäften bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Eine knappe Mehrheit hält es zudem für angemessen, wenn aufgrund der Coronavirus-Pandemie sämtliche Urlaubsreisen für den Rest des Jahres untersagt würden. 52 Prozent der Befragten äußerten sich entsprechend. 42 Prozent ginge das dagegen zu weit.

Befragt wurden am 16. April 1017 Menschen, die statistische Fehlertoleranz beträgt +/- 3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, mli

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