Politik

Konflikt um Bergkarabach Merkel bietet Aserbaidschan Hilfe an

In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku trifft sich Bundeskanzlerin Merkel zu Gesprächen mit Präsident Ilhman Alijew.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Aserbaidschans Präsident Ilhman Alijew.

(Foto: picture alliance/dpa)

Beim Treffen mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Alijew sichert Bundeskanzlerin Merkel deutsche Unterstützung bei der Vermittlung im Bergkarabach-Konflikt mit Armenien zu. Auch die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen sollen gefestigt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Aserbaidschan und Armenien eine deutsche Vermittlung im Streit um die Region Bergkarabach angeboten. "Deutschland möchte hier helfen, friedliche Lösungen zu finden", sagte Merkel in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku zum Auftakt eines Gesprächs mit Präsident Ilham Alijew. Sie wisse, dass der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan die Region sehr belaste, sagte sie.

Bergkarabach ist eine Exklave mit armenischer Bevölkerung in Aserbaidschan. Beide ehemaligen Sowjetrepubliken erheben Anspruch auf die Region.

Anfang April 2016 kam es in Bergkarabach zu heftigen bewaffneten Auseinandersetzungen, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden.

Bergkarabach ist eine Exklave mit armenischer Bevölkerung in Aserbaidschan. Beide ehemaligen Sowjetrepubliken erheben seit ihrer Unabhängigkeit darauf Anspruch, was zuletzt 2016 zu kriegerischen Auseinandersetzungen führte.

Merkel hatte bei ihrem vorangehenden Besuch in Armenien ein ähnliches Angebot gemacht. Deutschland gehört zur sogenannten Minsk-Gruppe, die unter Führung der USA, Russlands und Frankreichs seit Jahren in dem Konflikt vermittelt - allerdings bislang zumeist erfolglos.

Die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zu dem Land im Südkaukasus sollen laut Merkel verstärkt werden, so dass Deutschland größter Handelspartner in der Region werde. Zudem kündigte sie an, in dem Gespräch mit Alijew kritische Punkte wie etwa die Lage der Menschenrechte in Aserbaidschan anzusprechen.

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" hatte Merkel vor der Reise aufgefordert, sich auch für verhaftete Journalisten einzusetzen. Es wird erwartet, dass die Kanzlerin auch die Einreiseverweigerung für den CDU-Bundestagsabgeordneten Albert Weiler ansprechen wird. Aserbaidschan hatte die Einreise verweigert, weil Weiler zweimal von Armenien aus nach Bergkarabach gereist war.

Quelle: n-tv.de, psa/rts

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