Politik

Abendessen in Schloss Bellevue Merkel geht nicht zu Erdogan-Bankett

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Merkel und Erdogan beim G20-Gipfel im vergangenen Jahr in Hamburg.

(Foto: picture alliance / Bernd Von Jut)

Mit Spannung wird der Deutschland-Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan erwartet. Dabei gibt es nicht nur politische Termine, sondern auch ein Staatsbankett des Bundespräsidenten. Doch ein wichtiger Gast wird daran nicht teilnehmen.

Kanzlerin Angela Merkel wird nicht am Staatsbankett für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan im Schloss Bellevue teilnehmen. Das bestätigte das Bundespresseamt. Das Bankett wird von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ausgerichtet.

Dass Merkel nicht an dem Bankett teilnimmt, ist allerdings keine Besonderheit. Zwar wird die Kanzlerin und CDU-Chefin regelmäßig zu solchen Anlässen eingeladen, sie nimmt jedoch äußerst selten daran teil. Laut "Spiegel" war sie zuletzt zu einem entsprechenden Termin mit der britischen Queen Elizabeth II. im Jahr 2015 zugegen.

Allerdings wird Merkel Erdogan während dessen Besuch bei zwei Arbeitstreffen begegnen. So sind ein Treffen am Freitagmittag und ein gemeinsames Frühstück am Samstag geplant. Erdogan kommt am Donnerstag zu seinem ersten formalen Staatsbesuch nach Deutschland. Er bleibt bis Samstag.

Zuvor hatten bereits mehrere Oppositions-Politiker ihre Teilnahme an dem Bankett abgesagt. So teilte etwa FDP-Chef Christian Lindner mit, er schlage die Einladung ins Berliner Schloss Bellevue aus, weil er "nicht Teil von Erdogans Propaganda" sein wolle. Auch die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie die Grünen-Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter sagten ab. Teilnehmen wird dagegen der Grünen-Politiker Cem Özdemir.

Ebenfalls nicht beim Bankett dabei sein wollen der außenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion Bijan Djir-Sarai, Linken-Fraktionsvize Sevim Dagdelen sowie von der AfD die Fraktionschefs Alexander Gauland und Alice Weidel, Co-Parteichef Jörg Meuthen und Fraktionsgeschäftsführer Bernd Baumann. Mitglieder der Bundesregierung seien aber unter den etwa 120 Gästen, hieß es aus dem Präsidialamt.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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