Politik

König Abdullah ist tot Merkel spricht ihr Beileid aus

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Kanzlerin Angela Merkel über König Abdullah: "Seine ausgewogene und vermittelnde Politik im Nahen Osten hat ihm und dem Königreich Saudi-Arabien Respekt und Anerkennung gebracht."

(Foto: REUTERS)

Wie andere Staatschefs auch nimmt die Bundeskanzlerin Abschied von König Abdullah. In einem Kondolenzschreiben drückt sie dem saudischen Königshaus ihr Mitgefühl aus. Der Familie wünscht sie Kraft in dieser schweren Zeit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ein Kondolenztelegramm an das saudische Königshaus geschickt, in dem sie ihr Mitgefühl für den Tod König Abdullahs ausspricht. "Seine ausgewogene und vermittelnde Politik im Nahen Osten hat ihm und dem Königreich Saudi-Arabien Respekt und Anerkennung gebracht", heißt es darin. "Mit Klugheit, Weitsicht und großem persönlichen Einsatz ist er für eine behutsame Modernisierung seines Landes und für den Dialog der islamischen Welt mit dem Westen eingetreten." Merkel wünscht der Familie des Verstorbenen in dem Schreiben "Kraft bei der Erfüllung Ihrer Aufgaben".

Der Tod von König Abdullah, Herrscher über Saudi-Arabien, Oberbefehlshaber der saudischen Streitkräfte und Hüter der Heiligen Stätten in Mekka und Medina ist eine Zäsur für das Land im Nahen Osten. Doch er kommt nicht überraschend. Der König - einer der ältesten amtierenden Monarchen der Welt - litt seit Längerem unter gesundheitlichen Problemen. Er war vor wenigen Wochen mit einer Lungeninfektion ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Herrscherfamilie hatte sich angesichts des hohen Alters des Königs bereits auf einen Machtwechsel vorbereitet. Unter Kronprinz Salman, dem 1935 geborenen 32. Sohn von Staatsgründer Abd al-Aziz Al-Saud, könnte Saudi-Arabien eine Neuausrichtung erleben.

Vor Merkel sprachen bereits eine Reihe anderer Staatschefs ihr Mitgefühl aus. US-Präsident Barack Obama nannte den verstorbenen König einen "aufrichtigen" und "mutigen" Führer. "Die Nähe und Stärke der Partnerschaft zwischen unseren zwei Ländern ist Teil von König Abdullahs Vermächtnis."

Quelle: ntv.de, ieh