Politik

Am liebsten Neuwahlen Merkel würde wieder antreten

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Kanzlerin Merkel würde die CDU wieder in den Wahlkampf führen.

(Foto: REUTERS)

Kanzlerin Merkel will im Falle einer Neuwahl wieder als Kanzlerkandidatin antreten. Zugleich machte sie deutlich, keine Anhängerin einer Minderheitsregierung zu sein. Nun aber will sie die Gespräche von Bundespräsident Steinmeier abwarten.

Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel würde ihre Partei in Neuwahlen führen, falls es dazu kommen sollte. Sie sei "eine Frau, die Verantwortung hat und auch bereit ist, weiter Verantwortung zu übernehmen", sagte die geschäftsführende Bundeskanzlerin in einem ARD-"Brennpunkt". Zunächst will sie aber die Gespräche abwarten, die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit den anderen Parteien einschließlich der SPD über eine mögliche Regierungsbildung führen will. Sie werde dann selbst noch einmal mit Steinmeier sprechen und "im Lichte der Gespräche dann entscheiden, ob ich nochmal auf die SPD zugehe".

Zugleich bekräftigte sie ihre Skepsis gegenüber einer Minderheitsregierung: "Ich glaube, dass dann Neuwahlen der bessere Weg wären", sagte sie. "Wenn jetzt Neuwahlen kämen, dann nimmt man das hin - ich fürchte gar nichts", sagte die CDU-Chefin im ZDF. "Über eine Minderheitsregierung denke ich sehr ungern nach. Ich glaube, Deutschland braucht im Grunde eine stabile Regierung", betonte sie.

Die SPD hat sich bereits auf Neuwahlen festgelegt und eine Neuauflage der Großen Koalition ausgeschlossen. "Wir scheuen Neuwahlen nicht, im Gegenteil, wir halten sie auch für richtig", hatte Parteichef Martin Schulz betont.

Merkel erteilte ferner Spekulationen eine Absage, wonach ihr Rückzug den Weg für ein neues schwarz-rotes Bündnis frei machen könnte. Eine Koalition könne nicht auf der Grundlage einer Erpressung gebaut werden. "Da kann nichts Gutes daraus werden", meinte Merkel.

Sie nannte das Platzen der Jamaika-Sondierungen unbefriedigend und bedauerlich. An eine Rückkehr der FDP an den Verhandlungstisch glaubt die Kanzlerin indes nicht mehr. "Ich glaube, die FDP hat sich das sehr gut überlegt und deshalb stellt sich diese Frage für mich nicht".

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa/DJ

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