Politik

Zum Beispiel im Nato-Streit Merz: Trump hat nicht nur unrecht

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Wie Trump, findet auch Friedrich Merz die Nato-Verteidigungsausgaben Deutschlands viel zu gering.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Trump an der Macht ist, ist die Beziehung Deutschlands zu den USA schwierig. Nun bekommt er überraschend Beistand von CDU-Politiker Merz. Manchmal sage Trump auch etwas Bedenkenswertes, so der CDU-Politiker.

Der Vorsitzende des Vereins Atlantik-Brücke, der CDU-Politiker Friedrich Merz, sieht die Beziehungen Europas und Deutschlands zu den USA durch die Präsidentschaft Donald Trumps grundlegend und dauerhaft verändert. "Selbst wenn Trump frühzeitig gehen würde, würde morgen nicht wieder alles so wie es früher einmal war", sagte Merz bei einer Veranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Bremen. Bei aller Rhetorik sage Trump manchmal aber auch etwas, was bedenkenswert sei: "Er hat nicht nur unrecht."

Merz verwies in dem Zusammenhang auf die Forderung der USA nach einer deutlichen Steigerung der Verteidigungsausgaben der europäischen Nato-Staaten. Die USA trügen 70 Prozent des Nato-Budgets und Europa 30 Prozent. Dies sei eine Lastenverteilung zu Gunsten Europas und zu Lasten Amerikas. "Das kann nicht so bleiben."

Merz ist seit 2009 Vorsitzender der 1952 gegründeten Atlantik-Brücke, die das Ziel hat, die Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Europa und Amerika auf allen Ebenen zu vertiefen. Merz will das Amt in diesem Jahr abgeben. Sein Nachfolger soll Ex-Außenminister Sigmar Gabriel von der SPD werden.

Quelle: n-tv.de, hny/dpa

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