Politik

Auf dem Weg zum neuen Parteichef Merz bekommt Unterstützung vom JU-Chef

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Im Rennen um den CDU-Parteivorsitz kann Friedrich Merz auf die Unterstützung von Tilman Kuban bauen.

(Foto: picture alliance/dpa)

JU-Chef Kuban wünscht sich beim Deutschlandtag seiner Jugendvereinigung mehr "unverbrauchte Köpfe in der Parteispitze". Bei seiner Aussage von Mitte Oktober sieht er Kandidat Merz eher als "Unterstützer", doch nun will er ihm seine Stimme im Rennen um das Amt des Parteichefs geben.

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, hat sich für Friedrich Merz als neuen CDU-Parteichef ausgesprochen. "Persönlich werde ich, so wie vermutlich auch viele andere JU-Mitglieder, Friedrich Merz wählen", sagte Kuban der "Rheinischen Post". Merz stehe für klare Positionen, eine neue Diskussionskultur und habe mit Mario Czaja, Christina Stumpp und Carsten Linnemann ein starkes Team aufgestellt, das die ganze Breite der Partei abbilde.

Beim Deutschlandtag der Jungen Union Mitte Oktober hatte sich Kuban nicht klar zu einem Laschet-Nachfolger geäußert. Während Merz betonte, dass "junge Besen" gut kehren würden, aber "die alte Bürste" die Ecken kenne, verwies Kuban darauf, dass es mehr als einen solchen Satz brauche. "Wir brauchen vor allem mehr junge, unverbrauchte Köpfe in der Parteispitze. Friedrich Merz ist ein kluger Kopf, der sicherlich auch als Berater und Unterstützer mit dabei sein kann", sagte Kuban damals ntv.

Kuban forderte im Interview mit der "Rheinischen Post" seine Partei gleichzeitig auf, wegen der Corona-Lage auf den bislang geplanten Präsenz-Parteitag der CDU im Januar zu verzichten. Er glaube nicht, dass angesichts der aktuellen Pandemielage eine solche Großveranstaltung derzeit verantwortbar sei. "Wenn schon wieder Kinder wegen Corona nicht in die Schule können, können wir als CDU nicht mit über 1000 Delegierten aus ganz Deutschland zusammenkommen. Wir haben eine Vorbildfunktion", sagte der JU-Chef. Stattdessen müsse der Parteitag digital stattfinden.

Bei dem für den 21. und 22. Januar in Hannover geplanten Parteitag soll der neue CDU-Chef offiziell gewählt werden. Zuvor stimmen im Dezember erstmals in der Parteigeschichte die rund 400.000 CDU-Mitglieder über die Neubesetzung des Spitzenpostens ab. Beworben haben sich neben Merz der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtsminister Helge Braun.

Quelle: ntv.de, mba/dpa

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