Politik

Frieden "so schnell wie möglich"Merz warnt Trump vor wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges

03.03.2026, 18:59 Uhr
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US-Präsident Donald Trump empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz im Weißen Haus. (Foto: picture alliance/dpa)

Friedrich Merz ist zum dritten Mal zu Gast im Weißen Haus. Der Bundeskanzler lobt Trump für den Kampf gegen das Regime im Iran - warnt zugleich aber vor steigenden Öl- und Gaspreisen, was beide Länder hart treffen würde.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Übereinstimmungen in der Iran-Politik betont. "Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss", sagte Merz in seinem kurzen Statement bei seinem Besuch im Weißen Haus. Er freue sich sehr "über die Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten mit Ihnen zu sprechen". Man werde aber auch "über die Zeit danach sprechen, darüber, was dann geschieht, wenn sie gestürzt sind", ergänzte Merz mit Blick auf das iranische Regime.

Natürlich schadeten die steigenden Benzinpreise "unseren Wirtschaften", mahnte Merz. "Deshalb hoffen wir alle, dass dieser Krieg so schnell wie möglich beendet wird", fügte der Kanzler hinzu. Er hoffe, dass die israelische und die US-Armee das Richtige machen, damit eine neue Regierung Frieden und Freiheit wiederherstellen könne.

Deutschland ist an den Angriffen wie die anderen europäischen Nato-Verbündeten der USA nicht beteiligt. Merz hatte am Sonntag auf die Risiken einer Ausweitung des Kriegs hingewiesen und Zweifel daran geäußert, ob auf diese Weise ein Machtwechsel herbeigeführt werden könne. Er äußerte aber auch Verständnis für die Militäraktion und verzichtete bei Trump auf starke Kritik.

Die Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten kommen bereits bei den Verbrauchern in Deutschland an: Die Preise für Diesel und Benzin steigen auf den höchsten Wert seit zwei Jahren. Auch Heizöl wird teurer.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/AFP

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