Politik

Putschversuch bei der SPD? Nahles stellt Schulz zur Rede

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Andrea Nahles fürchtet um ihr Amt.

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm)

SPD-Parteichefin Andrea Nahles sieht sich seit geraumer Zeit massiver Kritik ausgesetzt - auch aus den eigenen Reihen. Nun soll die Politikerin eine drohende Ablösung durch Martin Schulz gewittert haben. Einem Medienbericht zufolge konfrontiert sie ihren Vorgänger daraufhin in einem vertraulichem Gespräch.

Kurz vor den Wahlen am Sonntag herrscht einem Medienbericht zufolge in der SPD Alarmstimmung. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf übereinstimmende Angaben aus Parteikreisen berichtet, soll Parteichefin Andrea Nahles bei einem vertraulichen Treffen ihren Vorgänger Martin Schulz wegen eines möglichen Putschversuchs zur Rede gestellt haben. Demnach konfrontierte die SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Schulz bei einem Vieraugengespräch Ende vergangener Woche mit den Gerüchten.

Laut "Spiegel"-Bericht sagte Nahles, sie habe gehört, dass Schulz sie an der Fraktionsspitze ablösen wolle. Dieser habe zwar akute Putschpläne bestritten, nicht aber seine grundsätzlichen Überlegungen. Schulz habe im Gespräch mit Nahles ein Szenario entworfen, wonach sie wieder das Arbeitsministerium übernehmen könnte, um öffentlich mit einem klaren Thema punkten zu können.

Schulz hatte nach Angaben aus Fraktionskreisen zuvor in zahlreichen Gesprächen seine Chancen sondiert, berichtete der "Spiegel" weiter. Dabei soll er betont haben, er wolle nicht gegen Nahles antreten, sondern sich nur dann um das Amt des Fraktionsvorsitzenden bewerben, wenn Nahles den Posten abgeben sollte.

Regulär muss sich Nahles Ende September in der Fraktion zur Wiederwahl stellen. Allerdings wird in der Partei gemutmaßt, dass sich im Fall herber Niederlagen bei den Wahlen zum Europaparlament und zur Bürgerschaft in Bremen die Führungsfrage schneller stellen könnte. Seit Wochen kursieren neben Schulz die Namen mehrerer möglicher Nachfolger an der Fraktionsspitze, darunter Arbeitsminister Hubertus Heil, Generalsekretär Lars Klingbeil und der nordrhein-westfälische Abgeordnete Achim Post.

Quelle: n-tv.de, vck/AFP

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