Gruppe von 22 LändernNato-Chef Rutte kündigt Bündnis für Straße von Hormus an

Donald Trump hat von Nato-Partnern Hilfe in der Straße von Hormus gefordert und Absagen kassiert. Jetzt meldet Generalsekretär Rutte, dass sich einige Mitglieder mit weiteren Staaten zusammentun, um die Meerenge wieder befahrbar zu machen. Demnach geht es um drei Schlüsselfragen.
Nato-Staaten und weitere Länder wie Südkorea und Japan werden sich nach Aussage von Nato-Generalsekretär Mark Rutte zusammenschließen, um die Straße von Hormus wieder befahrbar zu machen. Großbritannien soll die multinationale Initiative anführen. Rutte sagte in der CBS-Sendung "Face the Nation": "Es ist nur logisch, dass die europäischen Länder ein paar Wochen brauchten, um zusammenzufinden". Die Gruppe von 22 Ländern bestehe überwiegend aus Nato-Mitgliedern, zusätzlich zu Australien, Bahrain, Japan, Korea, Neuseeland und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Rutte zufolge wollen die 22 Länder drei Fragen beantworten: "Was brauchen wir? Wann brauchen wir es? Und wo brauchen wir es?" Diese drei Fragen würden nun abgearbeitet, um dem Aufruf des US-Präsidenten zu folgen. "Wir wollen sicherstellen, dass wir die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus gewährleisten." Rutte fügte hinzu: "Tatsächlich ist eine der Schlüsselfragen nicht nur die Was- und die Wo-Frage, sondern auch die Wann-Frage."
Schiffe haben das Durchfahren der Meerenge aus Angst vor iranischem Beschuss weitgehend eingestellt. Das treibt den Ölpreis in die Höhe und setzt die Weltwirtschaft unter Druck. Rutte lobte Trumps Kriegsanstrengungen, nachdem der US-Präsident die Nato unter Druck gesetzt hatte, bei der Sicherung der Straße von Hormus zu helfen. "Ich verstehe die Frustration des Präsidenten darüber, dass es einige Zeit dauert. Aber ich bitte auch um Verständnis, da sich die Nationen darauf vorbereiten mussten, ohne - aus guten Gründen - über den ursprünglichen Angriff auf den Iran Bescheid zu wissen", sagte er.