Politik

Sicherheitslage im Umbruch Nato kündigt neue Militärstrategie an

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Nato-Soldaten beim Manöver an der russischen Grenze.

(Foto: picture alliance / dpa)

70 Jahre nach ihrer Gründung will die Nato verteidigungsbereit und stabil bleiben. Dafür einigen sich die Bündnispartner trotz Streitigkeiten auf eine neue Militärstrategie - mit Blick auf Russland.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat angekündigt, dass seine Organisation eine neue Militärstrategie vorlegen wird. "Unsere Militärexperten haben diese Woche eine neue Militärstrategie für das Bündnis beschlossen", sagte Stoltenberg der "Welt am Sonntag". Die Allianz reagiere damit auf ein "neues Sicherheitsumfeld" und neue Herausforderungen im Osten und Süden. Stoltenberg führte auch die "nukleare Bedrohung" durch Russland als Grund für die Neuausrichtung an.

"Es geht darum, auch künftig voll verteidigungsbereit zu sein und Stabilität herstellen zu können. Das erfordert teilweise neue militärische Konzepte", erklärte der Nato-Chef. Er begrüßte ausdrücklich die geplante Steigerung der Verteidigungsausgaben in Deutschland in diesem Jahr. Er erwarte, dass "Deutschland seine Verteidigungsausgaben in den kommenden Jahren weiter erhöhen wird". Das habe Berlin zugesagt.

Die Nato feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Allerdings erlebt das Bündnis in den vergangenen Jahren einige Turbulenzen. Die rührten vor allem aus dem zuletzt angespannten Verhältnis zum größten Bündnispartner USA. US-Präsident Trump hatte immer wieder massive Kritik an der Organisation geübt und sie zeitweilig sogar als "obsolet" bezeichnet.

Deutschland steht bündnisintern unter Druck, seine Verteidigungsausgaben weiter zu erhöhen. 2014 hatten die Mitgliedsstaaten vereinbart, die Ausgaben binnen eines Jahrzehnts "Richtung zwei Prozent" ihres jeweiligen Bruttoinlandsproduktes zu steigern. Deutschland strebt nun eine Steigerung auf 1,5 Prozent bis 2024 an.

Quelle: n-tv.de, lou/dpa

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