Politik

"Klare Botschaft" des Westens Nato weist sieben russische Diplomaten aus

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Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg verkündete die Ausweisung mehrerer russischer Diplomaten.

(Foto: REUTERS)

Das Misstrauen ist groß: Nach der Nervengift-Attacke in London demonstriert der Westen gegenüber Russland Einigkeit und weist mehr als 140 russische Diplomaten aus. Nun verkündet auch die Nato, dass sie die Kooperation mit Russland einschränkt.

Wegen des Nervengiftanschlags im englischen Salisbury hat nun auch die Nato Strafmaßnahmen gegen Russland verhängt. Generalsekretär Jens Stoltenberg kündigte an, dass sieben Mitarbeitern der russischen Nato-Vertretung die Akkreditierung entzogen werde. Drei laufende Anträge auf eine Akkreditierung würden zudem abgelehnt.

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"Das wird eine klare Botschaft an Russland senden, dass es Kosten und Konsequenzen für ihr inakzeptables Verhaltensmuster gibt", sagte Stoltenberg im Brüsseler Hauptquartier des transatlantischen Militärbündnisses. Demnach wird die russische Delegation künftig nur noch 20 Personen groß sein dürfen. Dies entspreche einer Reduzierung der Maximalgröße um ein Drittel und sei "eine breite, starke und koordinierte internationale Antwort" auf die Ereignisse von Salisbury.

Zugleich betonte Stoltenberg, dass die aktuelle Entscheidung "die Russland-Politik der Nato nicht verändert". Demnach ist das Bündnis weiter offen für den Dialog mit Russland. Hierzu verwies Stoltenberg darauf, dass das kommende Treffen des Nato-Russland-Rates unverändert vorbereitet werde.

Bei dem Anschlag Anfang März der frühere Doppelagent Skripal und seine Tochter Yulia schwer vergiftet worden. Die britische Regierung macht Moskau für den Angriff verantwortlich, bei dem nach derzeitigem Ermittlungsstand das in der Sowjetunion entwickelte militärische Nervengift Nowitschok eingesetzt worden sein soll. Russland streitet jegliche Verantwortung für den Anschlag ab und droht mit Gegenmaßnahmen.

Die Nato-Staaten hatten den Anschlag auf Skripal bereits Mitte des Monats verurteilt und ihre Solidarität mit Großbritannien zum Ausdruck gebracht. Zuletzt wiesen rund zwei Dutzend Nato-Partner Großbritanniens und Verbündete mehr als 140 russische Diplomaten aus.

Quelle: n-tv.de, cri/dpa

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