Politik

USA übernehmen FührungNato will mit Ostsee-Übung Zeichen in Richtung Russland senden

02.06.2026, 19:52 Uhr
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Aufnahme vom Manöver im vergangenen Jahr. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Trotz der immer wieder negativen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über die Nato übernehmen die Vereinigten Staaten die Führung bei einer großen Übung in der Ostsee. Sie dient der Abschreckung Russlands, fällt aber kleiner aus als im Vorjahr.

Die USA und ihre Nato-Verbündeten beginnen in dieser Woche ein reduziertes Marinemanöver in der Ostsee. An der vom 4. bis zum 20. Juni dauernden Übung "Baltops" - kurz für Baltic Operations - nehmen dem deutschen Konteradmiral Stephan Haisch zufolge rund 20 Schiffe aus 15 Ländern mit etwa 6000 Soldaten teil. Dies sei etwa die Hälfte des Vorjahresumfangs, da westliche Marinen derzeit zudem in anderen Regionen wie dem Nahen Osten und der Arktis gebunden seien.

Dennoch sende die von den USA geleitete Übung ein Signal der Stärke und Geschlossenheit an Russland, so Haisch. "Insofern ist es in dieser Zeit ein Zeichen, dass ein großes Manöver durchgeführt wird, amerikanisch geführt, mit großer Nato-Beteiligung als Zeichen der Stärke der Gemeinschaft, des Zusammenhaltes."

Das Manöver ist trotz der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump an der Nato die größte Marineübung in der Ostsee in diesem Jahr. Die USA stellen dabei das Flaggschiff "Mount Whitney". Geübt wird unter anderem der Schutz freier Seewege rund um die schwedische Insel Gotland, was für die Versorgung der baltischen Staaten in einer Krise als entscheidend gilt.

Geleitet wird der Einsatz von dem 2024 in Rostock eingerichteten multinationalen Marinehauptquartier für die Ostsee, dem Haisch vorsteht. Mit Blick auf mögliche Provokationen der Regierung in Moskau zeigte sich der Admiral gelassen: Er gehe davon aus, dass Russland bei etwaigen Tests unterhalb der Schwelle des Nato-Bündnisfalls nach Artikel 5 bleiben werde.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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