Politik

Auf Lagarde folgt ... Niederlande wollen Dijsselbloem als IWF-Chef

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Dijsselbloem als IWF-Chef? Die Niederlande drängen offenbar darauf.

(Foto: REUTERS)

Er ist kein Unbekannter in der Welt der Finanzen: Dijsselbloem war niederländischer Finanzminister und Chef der Eurogruppe. Nun soll er offenbar IWF-Chef werden und damit einen "europäischen Anspruch" auf diesen Posten einlösen. Die Idee findet einem Bericht zufolge Freunde.

Die niederländische Regierung will den früheren Finanzminister und Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, offenbar zum Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) wählen lassen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" versucht Den Haag derzeit, eine Mehrheit unter den europäischen Staaten für Dijsselbloem als Nachfolger der Französin Christine Lagarde zu organisieren, die an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) rücken soll.

Dem Vernehmen nach stehen die Regierungen in Berlin und Paris der Idee aufgeschlossen gegenüber, eine offizielle Stellungnahme gab es jedoch nicht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" weiter. Ohne die Zustimmung dieser zwei zentralen EU-Staaten hätte ein Kandidat wahrscheinlich wenig Chancen.

"Es ist ein europäischer Anspruch ..."

Seit Jahren drängen die wirtschaftlich immer bedeutender werdenden Schwellenländer darauf, auch einmal den Chefposten des Währungsfonds zu besetzen. Doch die Europäer weisen die Forderung der Schwellenländer zurück.

"Es ist ein europäischer Anspruch, wieder den Präsidenten des IWF zu benennen", erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor einigen Tagen in Berlin. Die Europäer dürften sich auch diesmal durchsetzen, denn ihnen springt offenbar US-Präsident Donald Trump bei. Er will den Einfluss der Schwellenländer, vor allem Chinas, in der Organisation mit 189 Ländern begrenzen.

Die Personalie Dijsselbloem soll dem Bericht zufolge auf dem Treffen der G7-Staaten in dieser Woche in Paris weiter abgestimmt werden. Der frühere niederländische Finanzminister hatte von Januar 2013 bis Anfang 2018 die Treffen der Euro-Staaten geleitet und diese damit durch mehrere Jahre der Finanz- und Schuldenkrise geführt. Neben Dijsselbloem werden derzeit insgesamt noch fünf weitere Kandidaten genannt.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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