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IEA: Klimapläne reichen nicht Noch mehr Treibhausgase verpesten Luft

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Der weltweite Energieverbrauch wird in den nächsten 20 Jahren um ein Prozent pro Jahr steigen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Problem ist bekannt. Doch getan hat sich bislang zu wenig. Die Weltbevölkerung wächst, der Energieverbrauch steigt, und wenn es so weiter geht, wird sich die Erde stetig erwärmen. Der Bericht der Internationalen Energie-Agentur zeichnet ein düsteres Bild.

Der klimaschädliche Ausstoß von Treibhausgasen wird nach Einschätzung der Energie-Agentur IEA noch bis 2040 steigen, selbst wenn alle Staaten ihre Zusagen zum Klimaschutz einhalten. Dies geht aus dem aktuellen Weltenergiebericht der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hervor, der in Paris veröffentlicht wurde. Nach übereinstimmender Ansicht von Klimaexperten wäre hingegen eine radikale Senkung nötig.

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"Die Welt muss dringend einen Laser-ähnlichen Schwerpunkt darauf legen, die Emissionen zu vermindern", forderte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol via Twitter. Nötig sei eine "große Koalition", die Regierungen, Investoren, Unternehmen und diejenigen einschließe, die für den Klimaschutz eintreten. Weltweit vereinbarte Nachhaltigkeitsziele dürften langfristig deutlich verfehlt werden, warnte die Agentur. Sie legte dabei ein Szenario zugrunde, das aktuelle Politikabsichten und -ziele bereits berücksichtigt.

Der weltweite Energieverbrauch wird demnach bis 2040 um ein Prozent pro Jahr steigen. "Über die Hälfte dieses Wachstums wird durch CO2-arme Energiequellen gedeckt, allen voran Photovoltaik (...)". Die Nachfrage nach Öl werde sich nach 2025 deutlich verlangsamen und in den 2030er Jahren abflachen. Der Kohleverbrauch werde sinken. "Die Dynamik bei den sauberen Energietechnologien reicht nicht aus, um die Auswirkungen einer expandierenden Weltwirtschaft und wachsenden Bevölkerung auszugleichen", resümierte die Agentur in ihrem Ausblick.

Der Emissionsanstieg verlangsame sich zwar, "jedoch wird der Scheitelpunkt vor 2040 nicht erreicht". Die Agentur berichtete, dass schwere SUVs positive Effekte der Elektromobilität zunichtemachen könnten. Die Nachfrage nach den Geländewagen und anderen schweren Fahrzeugen sorge bereits jetzt dafür, dass weltweit mehr Öl verbraucht werde.

Nie dagewesener radikaler Umbau benötigt

Auf der UN-Klimakonferenz in Paris hatten sich die gut 190 vertretenen Staaten 2015 darauf geeinigt, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Viele Länder haben sich seither nationale Reduktionsziele gesetzt. Alle Experten sagen jedoch, dass diese zusammen bei weitem nicht ausreichen.

Der Weltklimarat (IPCC) hat es in einem Sonderbericht vorgerechnet: Die globalen CO2-Emissionen müssen zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels bis 2030 gegenüber 2010 um 45 Prozent sinken, und bis 2050 sogar auf netto null. Dies erfordert einen nie dagewesenen, radikalen Umbau des globalen Wirtschafts- und Verkehrssystems - weg von Kohle, Öl und Gas, und zwar ab sofort.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa