Politik

"Extragroßer" Raketenwerfer Nordkorea testet Waffensystem

124176536.jpg

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un soll beim Test vor Ort gewesen sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Erst meldet das südkoreanische Militär den Abschuss zweier "nicht identifizierter Projektile" in Nordkorea, nun berichtet Pjöngjang selbst über den Test eines "extragroßen" Waffensystems. Machthaber Kim sei "vor Ort" gewesen.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein "extragroßes Mehrfach-Raketenwerfer-System" getestet. Machthaber Kim Jong Un habe den Test persönlich beaufsichtigt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Das Raketenwerfer-System wurde demnach schon vor zwei Wochen getestet. Auch bei einem Waffentest am Dienstag habe Kim vor Ort Anweisungen gegeben, schrieb KCNA.

Das südkoreanische Militär hatte den Abschuss von zwei "nicht identifizierten Projektilen" in Nordkorea vermeldet. Die Geschosse wurden demnach in der Provinz Süd-Pyongan abgefeuert und stürzten nach 330 Kilometern ins Meer. In den vergangenen Wochen hatte Nordkorea bereits mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert, obwohl UN-Resolutionen dem Land jeglichen Test ballistischer Raketen verbieten.

Gesprächsbereitschaft und Waffentests

Wenige Stunden vor dem jüngsten Test hatte Nordkorea seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen mit den USA erklärt. Die Regierung in Pjöngjang schlug vor, die Gespräche auf Arbeitsebene Ende September wieder aufzunehmen.

In den Gesprächen über eine Denuklearisierung Nordkoreas gab es seit Monaten keine Fortschritte. Kim und US-Präsident Donald Trump waren im Juni 2018 erstmals zu einem historischen Gipfeltreffen zusammengekommen. Ein zweites Treffen im Februar wurde ohne Ergebnis abgebrochen.

Im Juni trafen sich Trump und Kim erstmals in der entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea. Dabei einigten sie sich auf eine Fortsetzung der Gespräche auf Arbeitsebene, doch diese begannen bis heute nicht.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP