Politik

"Größte Fehleinschätzung" Nordkorea wettert gegen US-Sanktionen

RTS28CG4.jpg

Nordkoreas Machthaber Kim (Mitte) will sich die Sanktionen der USA nicht einfach gefallen lassen.

(Foto: REUTERS)

Bei ihrem Gipfel-Treffen in Singapur demonstrieren Nordkoreas Machthaber Kim und US-Präsident Trump Einigkeit. Die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel scheint beschlossene Sache. Doch es folgen eine Reihe von Misstönen und Drohungen.

Nordkorea hat den USA wegen der Verhängung neuer Sanktionen mit einer Rückkehr zu alten Zeiten der Konfrontation und dem Ende der Bemühungen um eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel gedroht. In einer Erklärung des Instituts für amerikanische Studien des Außenministeriums heißt es, wenn die US-Regierung glaube, Nordkorea durch Verschärfung von Sanktionen und höheren Druck zur Aufgabe seiner Atomwaffen zwingen zu können, unterliege sie der "größten Fehleinschätzung". Dadurch würde sie "den Weg der Denuklearisierung auf der koreanischen Halbinsel für immer versperren - ein Ergebnis, das sich niemand wünscht".

*Datenschutz

Das Institut nahm unter anderem Anstoß an den jüngsten Sanktionen der USA, die gegen drei weitere Mitglieder der kommunistischen Führung Nordkoreas gerichtet waren. Das US-Finanzministerium hatte ihnen vorgeworfen, die brutale, staatlich verordnete Zensur vollstreckt und Menschenrechtsverstöße begangen zu haben. Zu den Betroffenen zählte auch der Direktor der Abteilung für Organisation und Lenkung, Choe Ryong Hae, der als rechte Hand von Machthaber Kim Jong Un gilt.

Bei ihrem Treffen im Juni in Singapur hatten sich Kim und US-Präsident Donald Trump grundsätzlich auf eine Denuklearisierung Nordkoreas verständigt. Nordkorea setzte seine Atomwaffen- und Raketentests im Zuge der Annäherung aus und strebt eine Lockerung der internationalen Sanktionen an.

In den Gesprächen beider Seiten gab es aber kaum Fortschritte. Im November wurde ein Arbeitstreffen von US-Außenminister Mike Pompeo mit dem Kim-Vertrauten Kim Young Chol kurzfristig abgesagt. Seither wirft Nordkorea dem US-Außenministerium vor, alles daran zu setzen, die Beziehungen beider Staaten "wieder auf den Stand des vergangenen Jahres zurückzudrehen, das durch Schusswechsel gekennzeichnet war". Trump hat ein zweites Treffen mit Kim Anfang kommenden Jahres ins Spiel gebracht. Am Freitag twitterte er, die USA seien nicht in Eile, was die Verhandlungen mit Nordkorea betreffe.

Quelle: n-tv.de, fzö/rts/dpa

Mehr zum Thema