Politik

Gipfel mit Süden vereinbart Nordkorea will angeblich Atomtests aussetzen

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Sichtlich gut gelaunt empfängt Kim Jong Un Südkoreas Gesandte.

(Foto: dpa)

Die Regierungen der beiden Koreas nähern sich weiter an. Die Staatschefs der Länder wollen sich im April treffen. Zudem soll es erstmals eine direkte Hotline geben. Neuigkeiten gibt es auch zum nordkoreanischen Atomprogramm.

Die beiden koreanischen Staaten haben sich auf ein Gipfeltreffen geeinigt. Die Zusammenkunft des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un solle Ende April stattfinden, teilte Südkoreas nationaler Sicherheitsberater Chung Eui Yong mit. Man wolle sich an der gemeinsamen Grenze in Panmunjom treffen.

Zudem wurde nach Angaben aus Seoul vereinbart, zwischen den Führungen der beiden seit Jahrzehnten verfeindeten Nachbarstaaten erstmals eine direkte Hotline einzurichten. Außerdem habe Nordkorea eingewilligt, seine Atom- und Raketentests während der Dialogphase mit dem Süden zu stoppen. Nordkorea zeige damit seine "Entschlossenheit zur atomaren Abrüstung", hieß es von südkoreanischer Seite.

Am Montag war eine Delegation südkoreanischer Sondergesandter in Pjöngjang eingetroffen, um über eine weitere Zusammenarbeit beider Staaten zu beraten. Kim hatte für die Abgesandten ein Abendessen gegeben. Es war das erste Mal seit seiner Machtübernahme Ende 2011, dass der Diktator hochrangige Vertreter Südkoreas traf.

Streitpunkt ist noch immer Nordkoreas Atomprogramm. Südkorea und die USA fordern dessen Ende, Kim hält aber weiter daran fest. Dennoch bemüht sich der Diktator derzeit um eine Charmeoffensive zum Nachbarstaat. So hatte er am Rande der Olympischen Winterspiele in Südkorea im Februar, zu denen er seine Schwester Kim Yo Jong als Gesandte geschickt hatte, eine Einladung an Moon übermitteln lassen.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa/AFP

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