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Kim setzt Frist für Washington Nordkorea zu drittem Gipfeltreffen bereit

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Trump und Kim hatten sich bei ihrem ersten Gipfel auf eine "vollständige Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel" geeinigt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit letztem Jahr streben Donald Trump und Kim Jong Un offiziell die Denuklearisierung Nordkoreas an - bislang eher erfolglos. Kim wartet nun wohl auf eine "mutige Entscheidung" Washingtons. Auf persönlicher Ebene verstehen sich die Machthaber wohl trotzdem blendend.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist zu einem dritten Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump bereit. Allerdings stellte Kim die Bedingung, die USA müssten einen fairen und für beide Seiten akzeptablen Vorschlag für ein Abkommen vorlegen. Er werde noch bis zum Ende des Jahres auf eine "mutige Entscheidung" der US-Regierung warten, zitierte ihn die staatliche Nachrichtenagentur KCNA. Washington müsse für ein weiteres Treffen die "richtige Einstellung" haben, sagte Kim demnach in einer Rede vor der Obersten Volksversammlung Nordkoreas.

Mit der Festlegung einer Frist will die kommunistische Führung in Pjöngjang die USA stärker unter Druck setzen. Sechs Wochen nach dem gescheiterten zweiten Gipfel mit Trump in Vietnam warf Kim in seiner Rede den USA vor, mit einseitigen Forderungen sein Land zur Aufgabe des Atomprogramms zwingen zu wollen.

Nordkorea wolle die Probleme durch Dialog lösen, sagte Kim. "Doch der Dialogstil der USA, einseitig ihre Forderungen durchsetzen zu wollen, passt uns nicht, und wir haben kein Interesse daran." Die USA müssten ihren derzeitigen "Kalkulationsweg aufgeben und mit einer neuen Kalkulation zu uns kommen", sagte Kim den Berichten zufolge. Falls die USA die richtige Haltung an den Tag legten und einen weiteren Gipfel vorschlagen sollten, sei Nordkorea dazu bereit.

Erst am Donnerstag hatte sich auch Trump zu den bisherigen Treffen mit Kim geäußert und einen dritten Gipfel für möglich erklärt. Die beiden bisherigen Gipfel seien "sehr produktiv" gewesen, sagte Trump bei einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Washington.

"Ausgezeichnete" persönliche Beziehung der Machthaber

Trump und Kim hatten sich erstmals im Vorjahr in Singapur getroffen und auf eine "kompletten Denuklearisierung" Nordkoreas geeinigt. Ein zweiter Gipfel folgte Ende Februar in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi, doch wurden die Gespräche vorzeitig abgebrochen, da beide Seiten sich nicht über den Abbau der Atomwaffen einigen konnten. Die nordkoreanische Seite verlangte insbesondere eine Aufhebung eines Großteils der Sanktionen. Nordkorea leidet unter den Sanktionen der Vereinten Nationen und der USA. Die US-Regierung will die Sanktionen jedoch beibehalten, solange das mit dem nordkoreanischen Atomwaffenprogramm verbundene Risiko nicht gebannt ist.

Kim folgte Trump mit der Äußerung, dass beide eine "ausgezeichnete" persönliche Beziehung hätten. Sie könnten jederzeit Briefe austauschen, sagte der Machthaber. Der Gipfel von Hanoi habe jedoch "ernsthafte Fragen aufgeworfen, ob die Schritte, die wir unter unserer strategischen Entscheidung vorgenommen haben, richtig waren".

Zusätzlich warf Kim Südkorea in seiner Rede vor, mit dem Versuch zwischen Pjöngjang und Washington zu vermitteln, zu weit zu gehen. Er rief das Nachbarland auf, sich stärker auf die Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen zu konzentrieren. Als Reaktion auf Kims Rede erklärte das Büro des südkoreanischen Präsidenten, die Regierung werde weiterhin alles dafür tun, "den derzeitigen Impuls für einen Dialog zu erhalten und dabei zu helfen, dass die Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea zu einem frühen Zeitpunkt wiederaufgenommen werden".

Die Oberste Volksversammlung hatte Kim am Donnerstag als Vorsitzenden der Kommission für Staatsangelegenheiten und damit auf dem höchsten Staatsposten bestätigt.

Quelle: n-tv.de, AFP/dpa/rts/agr

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