Politik

Krieg in Syrien Obama kritisiert Russland für Militärhilfe

Die Lage im syrischen Aleppo wird von Tag zu Tag dramatischer. Hilfsorganisationen warnen vor einer Katastrophe. US-Präsident Obama appelliert an Russland.

US-Präsident Barack Obama prangert die massive militärische Unterstützung Russlands für die syrischen Regierungstruppen im Bürgerkrieg an. Es sei an der Zeit für die russische Regierung zu zeigen, dass ihr wirklich daran gelegen sei, die verfahrene Situation in Syrien zu beenden, sagte Obama. Die USA seien weiterhin bereit, mit Russland zusammenarbeiten. Moskau habe aber bislang nicht die notwendigen Schritte dazu unternommen. Russland ist einer der wichtigsten Unterstützer des syrischen Regimes.

Im Februar hatten die USA und Russland eine Waffenruhe erreicht, die jedoch immer wieder gebrochen wurde. Besonders dramatisch ist die Lage derzeit in der nordsyrischen Stadt Aleppo.

Seit mehr als zwei Wochen sind bis zu 300.000 Menschen im Osten der Metropole von der Außenwelt abgeschnitten. Das Assad-Regime und seine Verbündeten hatten die letzte Versorgungsroute in den Teil gekappt. 

Obama sagte, es müsse gelingen, eine echte Waffenruhe zu erreichen. Daran werde sich zeigen, wie entschlossen Russland tatsächlich sei, den Bürgerkrieg zu beenden.

Beide Länder hatten sich auf ein Memorandum verständigt, um unbeabsichtigte Zwischenfälle im syrischen Luftraum zu vermeiden. US-Außenminister John Kerry hatte in den vergangenen Wochen mit der russischen Seite über einen Plan gesprochen, wonach die USA mit Russland Geheimdienstinformationen und Details über Angriffsziele austauschen würden. Im Gegenzug würde Moskau Angriffe auf von den USA unterstützte Rebellen unterlassen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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