Politik

"Führe uns nicht in Versuchung" Musk kanalisiert Trump-Frust in obszönen Tweet

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Ist er in Gedanken, betet er?

(Foto: picture alliance / NurPhoto)

Elon Musk zeigt auf seiner Plattform einen (un)keuschen Geistlichen mit Namen Donald Trump mit einer Twitter-Dirne. Der Beitrag ist obszön und blasphemisch - und Musk offenbar dabei, das verflossene Interesse von Trump an Twitter in extremen Bildern zu verarbeiten.

Mit einem seiner neuesten Twitter-Beiträge will Elon Musk wohl andeuten, dass seine Plattform Twitter für Ex-US-Präsident Donald Trump so etwas wie eine verbotene Frucht sein soll. Der Tweet des Multi-Milliardärs zeigt ein Bild mit einer Frau in aufreizender Pose, deren Blöße mit dem Twitter-Wappen verdeckt ist. Dahinter steht ein Geistlicher in Kutte, der zu Gott betet, wohl um nicht schwach zu werden. Dieser ist mit dem Namen "Donald Trump" versehen.

Ob das Bild eine Kreation von Musk selbst ist, bleibt zu bezweifeln. Höchstwahrscheinlich hat er es sich irgendwo in seinem Twitter-Universum stibitzt - aber dieses scheint ihm ja ohnehin ohne Wenn und Aber zu gehören.

Sicher ist, dass es sich besonders ein steinreicher Mann wie Elon Musk leisten kann, Trump, dem seinerseits ein besonders ausgefuchstes Anwaltsteam nachgesagt wird, so in der Öffentlichkeit darzustellen. Vielleicht spielt auch die Kränkung mit, dass Trump Musks kürzliches Angebot, auf Twitter zurückzukehren, ausgeschlagen hatte.

Vor seinem Angebot hatte Musk die Twitter-Community über eine mögliche Rückkehr des einst auf der Plattform geschassten Trump abstimmen lassen. Auch wenn es reichlich Kritik an diesem Vorgehen gab, sind Abstimmungen ja grundsätzlich ein demokratisches Mittel.

Nun, wo er nicht das bekommen hat, was er wollte, scheint Musk in den religiösen Sprachduktus abzudriften - zugegebenermaßen in etwas schräger Art und Weise. "Und führe uns nicht in Versuchung", schreibt Musk über dem Tweet. Eine Stelle aus dem "Vaterunser", das nach dem Neuen Testament Jesus seinen Jüngern lehrte.

Man möchte fast antworten: "Unser tägliches Brot gib uns heute, Elon", oder gib es zumindest den Mitarbeitern, die kürzlich bei Twitter reihenweise ihren Hut nehmen mussten.

(Dieser Artikel wurde am Montag, 21. November 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de

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