Politik

Überraschende Wende Oppositionelle unterstützen Mays Brexit-Plan

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Theresa May steht in ihrer Partei unter Druck. Einigen Konservativen gehen ihre Brexit-Pläne nicht weit genug.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Für ihren Brexit-Plan steht die Konservative May in ihrer Partei unter Druck. Doch die britische Premierministerin könnte Hilfe von unerwarteter Seite erhalten. Laut einem Medienbericht darf die 62-Jährige auf Unterstützung aus der Opposition hoffen.

Die in ihrer eigenen Partei unter Druck geratene britische Premierministerin Theresa May könnte einem Medienbericht zufolge für ihren Brexit-Plan Unterstützung aus der Opposition bekommen. Etwa 30 bis 40 Abgeordnete der Labour-Partei seien bereit, für eine Vereinbarung über den Austritt aus der EU zu stimmen, berichtete die Zeitung "The Times" unter Berufung auf namentlich nicht genannte Parlamentarier.

Mittlerweile mehren sich die Stimmen, die mit einer Einigung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über die Modalitäten für einen Austritt der Briten rechnen. Jedoch ist unklar, ob das Parlament die notwendige Zustimmung erteilt, da zahlreiche Abgeordnete der regierenden Konservativen ihren Widerstand angekündigt haben. Sie fordern eine klarere Trennung von der EU.

May braucht rund 320 Stimmen, um ein Brexit-Abkommen im Unterhaus durchzubekommen. Von den 315 konservativen Parlamentsabgeordneten könnten einem ehemaligen Regierungsmitglied zufolge aber 40 gegen Mays Pläne stimmen. Der "Times" zufolge wird nun ein Szenario diskutiert, bei dem Labour-Abgeordnete im Falle einer Blockade im Parlament umschwenken und ein Abkommen unterstützen, um einen ungeregelten Austritt zu vermeiden. Ohne Abkommen werden große politische und wirtschaftliche Turbulenzen befürchtet.

May strebt eine Freihandelszone mit der EU für Waren, nicht aber für Dienstleistungen und den freien Personenverkehr an und will einen Teil der gemeinsamen Regeln beibehalten. Dies lehnen die EU-Partner ab. Mittlerweile ist ein Abkommen aber den EU-Verhandlungsführern zufolge "sehr nah".

Quelle: n-tv.de, jpe/rts