Politik

Ant-Teuerungs-Paket geschnürt Österreich will Bürger um 28 Milliarden Euro entlasten

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Die konservativ-grüne Regierung unter Kanzler Nehammer (2.v.r.) greift mit einem Entlastungspaket den Menschen unter die Arme.

(Foto: IMAGO/SEPA.Media)

Das Geld, das die Inflation genommen hat, sollen die Bürger zurückerhalten. Das verspricht Österreichs Regierung. Bis 2026 sollen sich die Entlastungen auf 28 Milliarden Euro summieren. Vor allem sozial Schwächere und Familien profitieren.

Österreichs konservativ-grüne Bundesregierung hat ein weiteres milliardenschweres Maßnahmenpaket gegen steigende Preise beschlossen. "Wir haben uns vorgenommen, den Menschen jetzt auch das Geld zurückzugeben, dass ihnen die Inflation genommen hat", sagte Bundeskanzler Karl Nehammer. Das Paket ist bereits das dritte Maßnahmenbündel gegen die starke Teuerung. Insgesamt sollen die Entlastungen 28 Milliarden Euro bis 2026 ausmachen. Die Regierung hofft, dass die meisten Ausgaben durch zusätzliche Einnahmen finanziert werden können.

Profitieren sollen vor allem sozial Schwächere und Familien. Dazu werden mit Beginn des nächsten Jahres die Sozialleistungen an die Inflationsrate angepasst. Zu den Einmalzahlungen zählt die Anhebung des sogenannten Klima-Bonus auf 500 Euro. Im Paket enthalten seien aber auch Entlastungen für Unternehmen, wie etwa die Senkung der Lohnnebenkosten oder eine Strompreiskompensation. Darüber hinaus sei die Abschaffung der sogenannten Kalten Progression geplant, durch die Steuerzahler bei einer Gehaltserhöhung häufig in eine höhere Steuerklasse rutschen. "Diese Entlastung verteilen wir aber nicht mit der Gießkanne", sagte Nehammer. Es sei notwendig, so treffsicher wie möglich zu agieren.

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Seit Jahresbeginn wurden bereits zwei Pakete geschnürt. Die Maßnahmen sollen ab dem Sommer in einem dreistufigen Prozess umgesetzt werden. Darüber hinaus werde die CO2-Bepreisung auf Oktober verschoben, nachdem der Starttermin zuvor mit Juli festgelegt wurde.

In Österreich kletterte die Inflationsrate im Mai nach Berechnungen der Statistik Austria auf 8,0 Prozent nach 7,2 Prozent im April. Das sei der höchste Wert seit September 1975. Haupttreiber sind die Preisanstiege bei Energie und Treibstoffen.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa

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