Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Olaf Scholz verliert deutlich an Zustimmung

Der Bundeskanzler schwächelt: Im aktuellen Trendbarometer bekommt Olaf Scholz deutlich weniger Unterstützung für seine Arbeit als im Mai. Seine Partei kann ganz leicht Boden gut machen, an der Spitze bleibt die Union.

Die SPD gewinnt einen Prozentpunkt hinzu im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer, während die AfD einen Prozentpunkt einbüßt. Alle anderen Parteien bleiben in ihren Werten konstant, daher wäre die Union weiterhin stärkste Kraft im Bundestag, die Sozialdemokraten kämen nur auf Platz drei.

Wäre jetzt Bundestagswahl, lägen CDU/CSU laut den Forsa-Zahlen mit aktuell 27 Prozent wie in der Vorwoche 4 Prozentpunkte vor den Grünen (23 Prozent) und 7 Prozentpunkte vor der SPD, die sich auf 20 Prozent verbessert hat. Die FDP könnte mit 8, die AfD mit 10 und die Linke mit 4 Prozent der Wählerstimmen rechnen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt aktuell bei 20 Prozent und damit unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl (23,4 Prozent).

Die generelle Zufriedenheit mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz hat gegenüber der letzten Erhebung Anfang Mai spürbar abgenommen. 41 Prozent (minus 7 Prozentpunkte) sind aktuell mit der Arbeit von Scholz (sehr) zufrieden, 56 Prozent (plus 9 Prozentpunkte) sind weniger oder gar nicht zufrieden mit seiner Arbeit. Mehrheitlich zufrieden mit Scholz' Arbeit sind die Anhänger der SPD (74 Prozent) und - in deutlich geringerem Maße - die der Grünen (53 Prozent). Die Anhänger der FDP (55 Prozent) sind wie auch die Anhänger von CDU/CSU (63 Prozent) und AfD (91 Prozent) mehrheitlich mit Scholz' Arbeit weniger oder gar nicht zufrieden.

Bei der Kanzlerpräferenz fällt Olaf Scholz wieder unter die 40-Prozent-Marke. 38 Prozent (minus 3 Prozentpunkte) aller Wahlberechtigten würden sich aktuell für Scholz und 21 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) für Friedrich Merz entscheiden, wenn sie ihren Bundeskanzler direkt wählen könnten. Von den SPD-Anhängern würden sich 83 Prozent für Scholz, von den Anhängern der CDU/CSU nur 52 Prozent für Merz entscheiden.

In der Frage politischer Kompetenz können weiterhin vor allem die Grünen die Bevölkerung überzeugen. 20 Prozent aller Wahlberechtigten (minus 2 Prozentpunkte) trauen ihnen zu, "mit den Problemen in Deutschland" am besten fertig zu werden. Auf 12 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) kommt die CDU/CSU, auf 11 Prozent die SPD. 3 Prozent der Befragten trauen der FDP (plus 1 Prozentpunkt) und 4 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) den sonstigen Parteien politische Kompetenz zu. 50 Prozent trauen derzeit keiner Partei die Lösung der Probleme im Land zu.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 7. bis 13. Juni 2022 erhoben. Datenbasis: 2511 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. 

Weitere Informationen zu Forsa hier
Forsa -Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 14. Juni 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, fni

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