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Keine Bestätigung aus Israel Palästinenser sprechen von Waffenruhe

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Palästinensische Einsatzkräfte löschen ein Wrack nach einem israelischen Vergeltungsschlag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Raketen aus Gaza Richtung Israel sowie Gegenmaßnahmen der israelischen Armee fordern seit mehreren Tagen Todesopfer. Nun scheint es einen überraschenden Waffenstillstand zu geben. Israels Armee hebt derweil alle Einschränkungen für die israelische Bevölkerung im Grenzgebiet auf.

Bei dem Raketenbeschuss aus dem von der radikal-islamischen Hamas beherrschten Gazastreifen wurden offiziellen Angaben zufolge vier Zivilisten in Israel getötet. Bei Angriffen des israelischen Militärs starben 19 Palästinenser. US-Präsident Donald Trump sicherte Israel im Grenzkonflikt seine Unterstützung zu. "Wieder steht Israel vor einer Flut tödlicher Raketenangriffe der Terrorgruppen Hamas und des Islamischen Dschihad", schrieb Trump.

"Wir unterstützen Israel zu 100 Prozent bei der Verteidigung seiner Bürger." An die Menschen im Gazastreifen gerichtet schrieb Trump: "Diese terroristischen Aktionen gegen Israel bringen Ihnen nichts anderes als mehr Elend." Die Gewalt müsse enden und auf einen Frieden hingearbeitet werden.

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Nach Berichten über eine neue Waffenruhe mit den militanten Palästinensern im Gazastreifen hat Israels Armee inzwischen alle Einschränkungen für die israelische Bevölkerung im Grenzgebiet wieder aufgehoben. Man kehre zur Routine zurück, teilte das Militär mit. Die meisten von rund 200.000 Kindern und Jugendlichen in dem betroffenen Gebiet sollten wieder zur Schule gehen.

Neu aufgeflammter Konflikt

Eine offizielle Bestätigung für die von Ägypten vermittelte Waffenruhe gab es von israelischer Seite nicht. Nach dem schwersten Gewaltausbruch seit dem Gaza-Krieg vor fünf Jahren hatte die im Gazastreifen herrschende Hamas am Sonntagabend Bereitschaft zu einer neuen Waffenruhe mit Israel signalisiert. Eine Feuerpause sei möglich, wenn sich Israel ebenfalls daran halte, verkündete der Chef der islamistischen Bewegung, Ismail Hanija.

Der neu aufgeflammte Konflikt zwischen Israel und den militanten Palästinenserorganisationen im Gazastreifen hat seit dem Wochenende mehr als zwei Dutzend Menschen das Leben gekostet. Mindestens vier Israelis wurden am Sonntag bei massiven Raketenangriffen aus Gaza getötet und mehr als hundert verletzt, wie israelische Medien berichteten. Angriffe der israelischen Armee töteten nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza am Sonntag mindestens 17 Palästinenser - zusätzlich zu den sechs Todesopfern vom Vortag. Rund 150 Palästinenser seien verletzt worden.

Militante Palästinenser hatten nach israelischen Armeeangaben seit Samstag rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert. Israels Luftwaffe attackierte in Gegenangriffen rund 350 Ziele in dem Küstenstreifen. Die neue Eskalation kam nur gut eine Woche vor dem internationalen Gesangswettbewerb Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

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